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Die Abenteuer der Maya Klein 04
Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... geschlafen, Rosa! War die ganze Nacht unterwegs." „Mit Freunden? Ihr habt doch keine Drogen genommen! Köln soll ein wahrer Moloch sein." „Nein. Mit Kollegen." Rosa nickte ihr zu. „Komm! Setz dich. Dann kannst du mir bei der Zubereitung des Abendessens helfen. Dann wird ein kleiner Traum von mir wahr. Meine eigene Brut meidet mich ja, als ob ich an der Pest leiden würde." Maya hatte nichts dagegen. Ganz im Gegenteil. Rosa hatte die Macht, ihr jeden unliebsamen Gedanken mit ihrer Energie und oft schon beleidigender Aufrichtigkeit aus dem Kopf zu jagen. „Warum hast du noch deine Jacke an? Dir friert doch sonst nicht. Bring sie zur Garderobe! Du machst sie ja ganz schmutzig, während du das Gemüse putzt! Ich habe auch eine Schürze für dich, damit du deinen feinen Zwirn nicht besudelst. Deine Mutter täte es mir sicher verübeln, wenn ich ihre edle Klufterie verhunzen würde." Maya ließ sich von Rosas Worten treiben. So ging sie zurück in den Flur, hängte ihre Jacke auf und trat wieder in die Küche, wo Saschas Mutter angewidert auf die Waffe starrte. „Man hat uns ja gesagt, dass du dieses Ding tragen sollst, und uns am Folgetag diesen hässlichen Schrank ins Haus schleppen lassen. Bereitschaftsdienst? Wie kann das sein? Du bist doch erst in der Ausbildung? Da stimmt doch was nicht. Achtzehn bist du auch noch nicht." „Es ist alles gut, Rosa. Es gibt gewisse Situationen, da kann man große Menschen brauchen, und dann werde ich angerufen. Ich konnte ein wenig ...
... bewirken die letzten Tage." In diesem Moment tauchte das Bild wieder auf und verfinsterte sofort ihre Stimmung. Zu ihrem Erstaunen nickte Saschas Mutter. „Das haben wir gehört. Klaus-Dieter hat mich deshalb vom Hafen aus angerufen. Er hat ständig vor seiner Mannschaft mit seiner Schwiegertochter angegeben, die Gutes tut und Menschen beschützt. Dass du eine gute Haut bist, wissen wir beide, Maya, aber dass du deshalb dieses Monstrum mit dir herumtragen musst, ist schon ein Ärgernis. Ich mag Waffen nicht. Die Welt wäre eine bessere, wenn es sie nicht gäbe." „Dann würden sich die Menschen mit bloßen Händen töten, Rosa." „Mag sein, aber sie müssten sich dazu mehr anstrengen", gab Saschas Mutter zurück. Maya ließ sich von Rosa beim Umbinden der Schürze helfen. Dass diese dabei eher wie eine Krawatte an ihr aussah, störte Saschas Mutter nicht weiter. Vor Verschmutzung schützen tat sie jedenfalls nicht. „Ich habe hier eine große Schüssel. Hältst du sie für das Tier geeignet? Ich habe auch noch einen kleinen Eimer, aus dem es trinken kann." Maya dankte. „Das ist super lieb von dir." „Tiere und Pflanzen waren mir schon immer gefälliger als Menschen. Wie heißt dieser Schatz denn?" „Wilma!", antwortete Maya und begegnete dem Blick der Hündin, welche sich sofort angesprochen gefühlt hatte. „Ich gehe schnell raus, ihr Futter holen." „Aber sicher doch. Das Hündlein soll es gut bei uns haben. Nicht dass es sich zuhause über unsere Gastfreundschaft beklagt." Maya ging ...