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Die Abenteuer der Maya Klein 04
Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... zurück zum Flur, nahm den Autoschlüssel vom Hakenbrett, öffnete die Haustür und ließ Wilma an sich vorbei. Dabei wandte sie sich einem jungen Mann zu, der sie schüchtern vom Gehweg aus beobachtet hatte und nun grüßend seine rechte Hand hob. „Bolle, richtig?" Sie deutete auf ein Fenster des schräg gegenüberliegenden Hauses. „Tut mir leid. Ich war damals neugierig, wer da bei Sascha sitzt." „Warum bist du nie rübergekommen? Dann hättest du nicht bis heute warten müssen, damit wir uns kennenlernen." Sie musterte den jungen Mann vor sich. Ungefähr so groß wie Manfred, war er stattlich gebaut und hatte auch ein hübsches Gesicht. „Im Moment habe ich es nicht so mit Gesellschaft. Meine letzte Beziehung hängt mir noch nach, und nein, das lag nicht an meinem Fernglas." Er lächelte. „Dann magst du auch heute nicht rüberkommen? Sascha würde sich sicher freuen." „Ich weiß nicht. Lieber ein anderes Mal. Aber danke, dass du mir die Sache vom letzten Mal nicht nachträgst." Er nickte ihr zu. „Sahst übrigens toll aus im Fernsehen. Obwohl ich dich jetzt hübscher finde." Maya freute sich über das Kompliment. „Dankeschön. Bist auch nicht hässlich." Der hochgewachsene Mann lächelte, dann wandte er sich von ihr ab und wechselte die Straßenseite. Maya holte drei große Dosen aus dem Kofferraum, was Wilma freudig stimmte. „Hapahapa?", fragte Maya vergnügt, dankbar für das Gespräch mit dem Nachbarn. Er schien ganz nett zu sein. Wilma fiepte unterdessen und lief mit ein ...
... paar weiten Sätzen auf die Veranda zu. Rosa schien sie schon vermisst zu haben. So bereitete sich Maya auf das unweigerlich Bevorstehende vor, und da brach es auch schon aus dem Munde der Schwiegermutter in spe heraus. „Wenn du mir helfen möchtest, musst du auch anwesend sein, Liebes." Maya lächelte. „Ich habe einen jungen Mann draußen getroffen. Bolle heißt er und wohnt gegenüber." Sie ließ sich einen Dosenöffner geben und gab dann das Hundefutter in die Schale. „Netter Junge. Sehr höflich. Kümmert sich um seine demenzkranke Mutter. Seine Freundin hat ihn wohl deshalb verlassen. Verübeln kann ich es ihr nicht. War wohl sehr anstrengend für sie, da hat die Liebe zu ihm nicht ausgereicht." „Ist doch total assi. Gerade dann hätte er sie doch gebraucht." Sie entsorgte die leere Dose und setzte sich dann wieder an den Tisch, nachdem sie sich die Hände gewaschen hatte. Rosa wandte sich um und sah nachdenklich zu ihr herüber. Jetzt, wo sie saß, befanden sie sich auf Augenhöhe. „Du liebst Sascha, das spürt man. Du wärst auch eine Frau, die bei ihm bleiben würde, wenn es ihm schlecht geht, das fühle ich als Mutter. Aber dazu braucht es auch eine Stärke, welche die wenigsten Menschen in sich tragen. Marlene zum Beispiel hätte sie nicht und mein Sohn..." Dass sie ihre Gedanken hier enden ließ, sprach für Maya Bände. „Was meinst du?", fragte sie nach. „Dass mein Sohn durchaus egoistische Entscheidungen treffen kann, welche er später bereut." Sie hielt kurz inne und ...