1. Die Abenteuer der Maya Klein 04


    Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... auf, holte das Halfter heraus, legte es an und hob die riesige Pistole aus dem Fach heraus. In der Waffe war ein Magazin eingeführt, welches einen grünen Boden besaß.
    
    „Reichst du mir die Lederjacke? Dann können wir." Sascha nickte begeistert, trat an die Hakenleiste und hob die schwere schwarze Echtlederjacke vom Haken herunter. Sie war über 10 Kilo schwer.
    
    „Du schaust so geil aus, Frau Polizistin."
    
    Maya lächelte. Seltsamerweise half ihr seine Begeisterung. Die Bilder der Nacht tauchten immer wieder in ihrem Bewusstsein auf, aber sie wehrte sich gegen sie und wollte ihren Freund und die gemeinsame Zeit genießen. So ließ sie sich von ihm in die Jacke helfen, band ihre Haare nach hinten zu einem Pferdeschwanz und betrachtete sich ein letztes Mal in dem großen Spiegel, welcher an der Tür hing.
    
    Sie nahm ihr Handy zur Hand, siebenunddreißig Nachrichten waren im Messenger eingegangen. War schon wieder etwas passiert? Sie hatte doch jetzt frei. Sofort fing ihr Bauch an zu reagieren. Die erste Nachricht kam von Fabio. „Danke!", mehr gab es von ihm nicht zu lesen. Bommel hatte geschrieben und gefragt, wie es geht, Severin hatte angerufen, sogar die junge von Krolm. „Tut mir leid für dich", stand in ihrer Message. Wahrscheinlich hatte sie durch ihre Mutter erfahren, was passiert war.
    
    „Lies im Auto, okay?", bat Sascha.
    
    Wilma war sofort zur Stelle, als sie die Treppe herunterkamen. Wahrscheinlich glaubte sie, dass sie wieder von den beiden mitgenommen werden ...
    ... würde.
    
    Maya trat um die Ecke und fand Lars in seinem kleinen Arbeitszimmer sitzen. „Du, ich fahre jetzt nach Hause."
    
    Ihr Pflegevater nickte. „Geht's?"
    
    Maya nickte. „Ja! Soweit schon."
    
    Lars deutete auf den großen Hund. „Könntet ihr vielleicht Wilma mitnehmen? Sandra und ich sind in Mannheim die Schwiegermutter besuchen und Saskia schaut sich ganz spontan, wie aus dem Nichts eine WG an. Ich kann auch die Nachbarn bitten, aber du weißt ja, was sie für ein Fan von dir ist."
    
    Die beiden jungen Leute brauchten nicht lange überlegen. Die Henschels waren immer hilfsbereit und gastlich gewesen, da war dieser kleine Gefallen das Mindeste.
    
    „Klar! Habt ihr Futter für uns?"
    
    Lars nickte, während die Dogge bereits zu wissen schien, dass sie mit durfte. Sie bellte und jankerte vor Aufregung und begann am ganzen Leib zu zittern.
    
    „Die fällt gleich in Ohnmacht", scherzte Lars. „Die freut sich wie eine Schneekönigin! Da könnte man fast meinen, sie wollte der Hölle entkommen."
    
    Sascha lachte. „Na dann kommt, ihr beiden Hübschen!"
    
    Wilma wurde im Transportraum des Vans verfrachtet, der geräumig genug für sie war. Sie schaute über die Lehne der Rücksitzbank, wo jetzt Maya auf der rechten Seite Platz nahm und ihre Beine ausstreckte. Sie lächelte. Sascha hatte neuerdings einen kleinen Plastikrahmen mit ihrem Foto am Rückspiegel hängen.
    
    „Und ab geht die wilde Fahrt!", rief Sascha und startete den Motor, während Wilma immer wieder Maya mit ihrer Schnauze gegen die Schulter ...
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