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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... den anderen Männern die Hand geben durfte. Dann aber wandte sie sich der Polizeirätin zu und nickte. Sie fühlte sich unsicher gegenüber diesen kräftigen Männern. Sie imponierten ihr. Fuchow grinste, als er sich neben die Riesin stellte und seinen voluminösen Bizeps anspannte. „Ihrer ist dicker! Das gibt’s doch nicht.“ „Frau Klein! Herr Voss wird mit 90 Sekunden Vorsprung starten. Es sollte Ihnen ja ein Leichtes sein, ihn auf dem Weg zum Ziel zu stellen, wie mir berichtet worden ist. Überwinden Sie dabei so schnell die Hindernisse, wie es Ihnen möglich ist!“ „Egal wie?“, fragte die junge Frau interessiert. „Die Hindernisse spiegeln reale Bedingungen wider. Von daher gehen Sie so vor, wie Sie es in solch einem Fall tun würden. Seien Sie zu allem entschlossen!“, forderte Severin. „Passen Sie auf Herrn Fuchow auf, er wird versuchen, Sie aufzuhalten. Fairerweise wird er Ihnen dabei nicht direkt an Hindernissen auflauern.“ Die drei Männer sahen entgeistert der riesigen Frau dabei zu, wie diese sich zu lockern begann. Muskelwülste verschoben sich dabei unter ihrer Haut, während sie ihre riesigen Gliedmaßen vor ihnen ausbreitete. „Mami! Ich will wieder nach Hause“, meinte Fuchow lachend. „Holli, du tust mir jetzt schon leid.“ Severin ärgerte sich. „Was lassen sich die Herren von Äußerlichkeiten beeindrucken? Seien Sie professionell! Fuchow! Sie haben drei Minuten, um Aufstellung zu nehmen. Denken Sie daran, Sie müssen den Wald queren, um auf der anderen Seite ...
... eine zweite Chance zu bekommen.“ Der Mann der Spezialeinheit nickte, konzentrierte sich, dann lief er los, während Severin die Zeit nahm. „Voss! 60 Sekunden noch!“ Er sah auf seine Stoppuhr. „Los! Laufen Sie um Ihr Leben, verdammt!“ „Klein! Aufstellung! 90 Sekunden!“ Maya schüttelte ihre Arme und Beine, sprang locker auf der Stelle, dann ging sie in einen Ausfallschritt und blickte entschlossen auf eine fünf Meter hohe Eskaladierwand, die in hundert Meter Entfernung von Voss in diesem Moment überwunden worden war. „30 Sekunden!“ Severin hob seinen Arm. „10 Sekunden!“ Er riss seinen Arm nach unten. „La...!“ Noch ehe der zweite Buchstabe des Startsignals über seine Lippen gekommen war, lief Maya los. Eine riesige Dreckfontäne spritzte unter ihren Füßen hoch, extremer als bei einer Motocrossmaschine, die mit Vollgas startete. Hollmann riss die Augen auf, Severins Gesicht verhärtete sich, Gollwig hielt sich beide Hände an ihre Stirn. Das, was sie hier und jetzt sahen, konnte nicht wahr sein. Innerhalb zweier Sekunden war das Mädchen an der Bohlenwand, stieg aber nicht drüber, sondern brach durch sie hindurch, als ob das Hindernis einem Vorhang gleichkäme, den man beiseitezog. Das zweite Hindernis war ein Stacheldrahtverhau, den die Kandidatin einfach zur Seite riss. Dabei griff sie in den Draht hinein, ohne Rücksicht auf Verluste. „Die macht meine ganze Bahn kaputt“, keuchte Severin fassungslos. Dann verschwand das Mädchen hinter den Baumstämmen des Waldes. Er sah auf ...