-
Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sah angewidert auf ihn herunter. „Aber dich kennenzulernen freut mich jetzt nicht besonders. Du scheinst meinen Freund nicht zu respektieren, und weil ich weiß, dass er kein Problem damit hat, werde ich es sein, die seinen Worten Nachdruck verleiht.“ Fabio fing sich jetzt und hob abwehrend seine Hände. „Brauchst jetzt keinen Stress schieben, Mädel...“ Maya hatte ihn schnell mit ihrer linken Hand vor seiner rechten Schulter gestoßen, griff mit der Rechten nach der gegenüberliegenden Seite, riss ihn herum und packte dann in Höhe seines Nackens nach dem Kragenstück seiner Jacke. Sie hob ihn mit spielerischer Leichtigkeit hoch, streckte ihren Arm aus und schob Sascha vorsichtig zur Seite und lief, zusammen mit Fabio den Gehweg zurück, öffnete die Pforte ein zweites Mal, trat nach rechts, ging den Zaun entlang und verschwand hinter der Hecke, während der Junge sich vergebens zu wehren suchte. „Lass mich runter, du Behinderte!“ Trotz der Kälte folgte ihr Sascha nach und machte sich jetzt Sorgen um seinen Kumpel. Maya schien jetzt richtig am Ausrasten zu sein. Er hörte den Deckel des Müllcontainers rumpeln, dann panische Rufe Fabios, gefolgt von einem dumpfen Poltern. Er war noch nicht ganz bei dem Entsorgungsseparee angelangt, als Maya um den Altpapiercontainer herumkam, welcher der Straße am nächsten stand. „Keine Sorge, ich habe ihn zum Restmüll gegeben. Für Bio schien er mir zu belastet.“ Sie trat an ihn heran und schloss ihn in ihre Arme. „Du frierst, oder?“ Sascha blickte entgeistert an seiner Freundin vorbei. Zu seiner Erleichterung hörte er Bewegungsgeräusche aus dem schwarzen Container dringen und sah dann auch, wie dessen geschlossener Deckel sich langsam wieder öffnete. „Gehen wir ins Haus, Süßer! Du holst dir den Tod. Scheiße, wenn du jetzt wegen diesem Pfosten krank wirst, muss ich ihn noch mal besuchen gehen, fürchte ich.“