1. Die Geschichte der Maya Klein 12


    Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Werkstatt und Club-Bar hatte. Maya und Manfred hatten sich schon die Webseite angesehen, welche der Club unterhielt. Vierzig Mitglieder stark, gab es sieben Frauen und 33 Männer in den Reihen der Motorradfahrer.
    
    Can parkte auf der Straße vor dem großen eingefriedeten Gelände. Das große Rolltor stand offen und ein mächtiges Schild darüber wies das Gelände als Besitz der „Schwerter Swordblades“ aus.
    
    Kaum dass die drei durch das Tor getreten waren, kamen ihnen schon die Männer und Frauen des Clubs entgegen. Im Alter von 30 – 60 Jahren schienen die jungen Leute etwas deplatziert zu sein. Atilla begrüßte Manfred, Maya und Can zuerst, schloss Letzteren wie selbstverständlich ebenfalls in seine Arme und wandte sich dann zu seinen Freunden und Clubmitgliedern um. „Drei neue Hang-arounds! Hab ich zu viel versprochen? Bevor uns die ersten wegsterben, brauchen wir unbedingt Nachwuchs.“ Er lachte. Auch die anderen Biker begrüßten die Gäste, hießen sie willkommen und geleiteten sie dann in die Halle, vorbei an der langen Reihe mächtiger Chopper.
    
    Can war hin und weg. „Mein Gott, sind die geil! Scheiße, ich bin kurz davor, meine Mühle zu verkaufen und mir so ein Ding zuzulegen. Schaue ich mit Sicherheit viel besser drauf aus.“
    
    „Hast einen Führerschein?“, fragte ein kleinerer Mann und trat an ihn heran.
    
    „Schon, aber kein Bike!“, zeigte sich Can traurig.
    
    „Hast Fahrpraxis?“
    
    Can nickte. „Hab zwei Jahre eine 500er gefahren. Nichts Großes.“
    
    „Na dann! Steigst auf und ...
    ... drehst ‚ne Runde! Siehst vernünftig aus und selbst wenn nicht, die Karre ist versichert.“
    
    „Was? Dein Ernst, Alter? Wow! Danke Mann! Nur zu gerne. Ich bin Can! Wie heißt du?“
    
    „Nenn mich Zecke! Oben dick, unten dünne Beine.“ Er lachte. „Steig auf, ich erkläre sie dir kurz.“ Drei weitere Männer gesellten sich zu den beiden, hörten zu und gaben dann selber Tipps. Ein paar Minuten später war dann das Jaulen des Anlassers und das Poltern des Motors zu hören, welches sich zu einem imposanten Grollen auswuchs.
    
    „Also einer von euch ist schon angekommen!“, staunte Attila und sah Can dabei zu, wie dieser vorsichtig vom Hof rollte. In diesem Moment zeigte sich Maya erleichtert. Ihr Freund schien alles richtig machen zu wollen.
    
    „Kommt, ihr beiden, ich führe euch rum!“
    
    „Hier ist die Garage und Werkstatt. Die meisten nehmen ihre Knatter mit nach Hause, sodass hier genug Platz ist, wenn ihr mal eine eigene habt und nicht so recht wisst wohin mit ihr. Gleich nebenan ist unsere Werkstatt und das Lager. Letzteres mussten wir ziemlich aufwendig sichern. Zweimal sind sie uns schon eingestiegen, um es leer zu machen. Die Ersatzteile stammen zum Teil aus Wracks, welche wir ersteigern und dann ausschlachten. Die sind dann oft viel mehr wert als unser ursprünglicher Invest.“
    
    „Hinten an der Theke seht ihr Bobby und Klara! Die kümmern sich hier um die Getränke. Maxim, unser Koch, um das Essen. Gesund gibt es hier nicht. Meist Fleisch, Wurst, Burger und ein paar Alibikartoffeln.“ Er zeigte ...
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