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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... ruhigen Mann mit Glatze, Pilotenbrille und geflochtenem Zopf. „Das ist King Charles. Er ist der Pres. Ich bin der Vice. Sec ist Milan! Er macht auch den Buchmacher, wenn wir Wetten abschließen. Treasurer ist Horst, unser Fahrlehrer, der dich gerne unter seine Fittiche nehmen wird, Manfred, und unser Sergeant ist Falco. Er spricht Klartext, wenn es bei uns laut wird, und die Leute haben sich dann zu fügen. Zumindest für den Moment. Ist Ruhe eingekehrt, gibt es eine Versammlung, und der Frieden wird wieder hergestellt.“ „Wird es bei euch öfter mal laut?“, fragte Maya besorgt. „Mädel! Wir sind keine Schafhirten. Alle hauen hier mächtig auf die Kacke, und manchmal wird auch gerangelt und geknufft. Aber danach haben sich alle wieder lieb. Unser jüngstes Mitglied Frooty ist schon fünf Jahre Member, und Prospects haben wir momentan gar keine.“ Can dachte an andere Clubs. „Und wie ist es, wenn ihr auf Gangs stoßt? Gibt es da keinen Stress?“ Das Thema schien ein Reizpunkt zu sein. „Wir sind gerade mal vierzig Leute. Also ungefähr die Zahl an Mitgliedern, welche in anderen Clubs einem Chapter angehören. Wir haben keine Waffen und gehen auch keinen kriminellen Geschäften nach. Aber es hat lange gedauert, bis man uns das geglaubt und akzeptiert hat. Wir grüßen uns auf der Straße, und Konflikte werden dann in einem Battle of the Best geklärt. Das kam bisher nur einmal vor, und wir haben verloren. War nicht schön. Aber wir haben zumindest gezeigt, dass wir uns nicht klein ...
... machen.“ „Was heißt das?“, wollte Can wissen. „Dass sich der Beste von euch gegen den Besten von denen prügelt?“ Atilla nickte. „Ja, aber wie gesagt, man lässt uns in Ruhe. Der letzte Fight liegt acht oder neun Jahre zurück. Wir sind fast alle Opas und werden von den anderen Jungs respektiert. Das passt schon.“ Can lächelte. „Mir auch lieber, aber wenn nicht, dann habt ihr künftig mich. Ich bin Amateurfighter. Ich habe schon die ganze Nordstadt durch. Kampf um Ehre, versteht ihr? Keine Waffen, nur Körper. Wenn der andere am Boden liegt, wird aufgehört.“ Die Biker sahen sich gegenseitig an, dann richteten sich ihre Blicke auf Manfred. Aber der verwies auf Maya. „Ich habe ihm schon zugesehen, wie er sich mit drei Typen geprügelt hat. Aber die haben ihn nicht klein bekommen, das war echt beeindruckend.“ Can sah in ihre Richtung, schüttelte seinen Kopf und kicherte. „Klar, Knolle. Genau so war es.“ „Was meint er, Maya?“, fragte Zeke interessiert. „Nichts. Keine Ahnung, was er da in seinem dummen Schädel ausbrütet“, erwiderte sie entschieden. Charles regte sich in seinem Sessel und gähnte. Ihn schien dieses Schwanzlängengehabe zu langweilen. „Wer bei uns Mitglied werden möchte, um Stress zu suchen, ist falsch.“ Damit war das Machtwort gesprochen. Der große glatzköpfige Türke lenkte sofort ein. „Klar, Alter! Ich bin nicht kriminell, vorbestraft oder so. Das Einzige, was mir passiert, ist, dass ich angehalten werde, weil ich fünf Kilometer in der Stunde zu ...