1. Die Geschichte der Maya Klein 12


    Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... nichts. Die Erkenntnis muss selbst in ihm reifen“, meinte Manfred. „War schon immer so bei ihm.“
    
    „Und wenn er durchfällt?“, entgegnete Maya genervt. „Dann verliert er wieder ein halbes Jahr.“
    
    „Dann schafft er es beim zweiten Anlauf“, erklärte der Freund. „Vertraue ihm hier! Du trickerst ihn nämlich nur, wenn du ihn in dieser Hinsicht anschiebst. Das hat seine Mutter nämlich immer getan und er hat sich dann völlig in ihre Richtung blockiert.“
    
    „Und was mache ich jetzt?“, fragte sie. „Ich muss ihm doch sagen dürfen, wenn mir was stinkt.“
    
    „Sag es ihm einmal, danach muss er dann zusehen“, riet Manfred. „Ich habe Eintopf gemacht. Einen ganzen Topf voll. Hast du Hunger?“
    
    Maya nickte. „Ja klar. Gerne!“ Sie lenkte das Gespräch wieder auf Sascha zurück. „Ich habe im Moment wenig Zeit für ihn. Hat er da etwas bei dir gesagt?“
    
    Manfred verneinte. „Du, ich habe irgendwann letzte Woche mit ihm gesprochen. Hevi rastet wegen der Hochzeit völlig aus. Im März ist es ja schon soweit. Von daher blockiert sie mich mit Besuchen und Telefonaten.“
    
    Maya wurde schwindelig bei dieser Vorstellung. Die Ferien standen direkt bevor, dann folgte der Jahreswechsel, kurz darauf ihre Sonderprüfung und dann ihr eigener Geburtstag. Die Zeit schien jetzt zu rasen, wo sie noch vor Monaten dahingeschlichen war und die Tage sich wie Kaugummi gezogen hatten.
    
    „Hast du Lampenfieber?“, fragte Maya.
    
    Manfred nickte. „Schon ziemlich. Zumal Hevi von der Hochzeitsnacht spricht. Sie scheint das ...
    ... wirklich ernst mit uns zu meinen. Sie meint, sie würde Allah anlügen, wenn sie mir hier keine gute Frau sein würde.“
    
    Maya machte große Augen. „Und du freust dich nicht?“
    
    Manfred zögerte. „Ich hab Schiss ohne Ende. Ich bin Jungfrau! Und sie ist ja auch hochschwanger zu diesem Zeitpunkt.“
    
    „Jungfrau war ich bis vor Kurzem auch noch, ist nicht so schwer, das zu ändern, wie du denkst. Das klappt alles von allein, wenn es soweit ist.“
    
    Manfred schien ihr nicht so recht zu glauben. „Sagst du als Frau. Ich habe doch schon Angst davor, nicht das ... du weißt schon. Den Eingang in die Vagina zu finden.“
    
    Maya zeigte eine grüblerische Miene, fasste sich mit der rechten Hand unters Kinn und schien zu überlegen. „Also, wenn mich jetzt nicht alles täuscht und unter Zuhilfenahme aller Informationen ... so von wegen freundschaftlichen Austausch und so ... sollte zumindest Hevi über den sexuellen Verkehr zwischen Mann und Frau Bescheid wissen.“
    
    Manfred lachte. „Du verarschst mich richtig. Ja schon recht. Du meinst, sie wird mir dann helfen, oder?“
    
    Sie nickte. „Schau einfach, dass du sie lieb hast, alles andere klappt dann schon.“
    
    Manfred stand auf, schaltete die Herdplatte unter dem großen Topf ein und setzte sich dann wieder zu ihr. Er sah nachdenklich zu ihrem Gesicht auf, Maya war wieder mit ihren Gedanken bei Sascha, das konnte er ihr ansehen.
    
    „Lass ihn sich melden. Du bist ihm wichtig, zweifel nicht daran. Außerdem soll er ruhig sehen, dass du ihm nicht nachläufst, ...
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