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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sind. Erreichen uns Notfälle, werden erst genügend Einsatzkräfte zusammengestellt, um die Gefahr für die Beamten gering zu halten. Das heißt aber auch, dass bei vielen Notrufen unsere Leute gar nicht oder zu spät kommen, um Hilfe zu bringen.“ Maya konnte sich das vorstellen, sie hatte selbst von einigen Straßenzügen in der Nordstadt gehört, die man lieber meiden sollte. Was würde sie bei der Polizei alles erleben? Für sie war das alles so wenig greifbar. „Du wirst deine Ausbildung an der Fachoberschule Köln nachgehen, die ein Teil des BKaL ist. Heute aber fahren wir zu einem speziellen Übungsgelände der Sondereinsatzkräfte, wo du dann auch dein Praktikum mit deinen Kollegen von der Dortmunder Polizei ablegen wirst. Die machen einen richtigen Karrieresprung wegen dir und freuen sich wie wahnsinnig. Sie werden dich künftig in allem unterstützen.“ Maya wunderte sich. Sie wechselten auf die andere Rheinseite, fuhren an der Innenstadt Köln vorbei, dann erreichten sie ein Waldgebiet, das an die Vorstadt angrenzte. Mit einem hohen Zaun eingefriedet, gab es einen Kontrollposten, an dem sich die Polizeirätin ausweisen musste. „Ihre Begleitung?“, fragte der schwerbewaffnete Posten und sah ungläubig zu der zusammengequetschten Beifahrerin hinüber. „Maya Klein. Auch sie steht auf der Berechtigungsliste.“ Der Kontrollposten blickte ungläubig auf die Polizeibeamtin herunter. „Sie heißt Klein?“ Gollwig lächelte. „Man kann sich seinen Namen nicht aussuchen, ...
... richtig?“ Sie wurden durchgewunken, während der Mann vom Wachdienst die Barriere herunterfuhr, sie passieren ließ und dann kopfschüttelnd zurück in sein Häuschen trat. „Wie der dich angesehen hat, der verstand die Welt nicht mehr“, lachte Frau Gollwig, während Maya nervös an ihren Fingernägeln kaute. „Grüß euch!“, ging Severin auf die drei Männer der GSG-9 zu. Die schienen immer noch keinen Plan zu haben, warum sie heute von der Landespolizei angefordert worden waren. „Was soll das? Gibt es keine Leute aus Ihren Reihen, die mit Ihren Schülern üben?“, fragte der Größte von ihnen. „Wir könnten jederzeit einen Einsatz haben.“ Severin sah zu dem riesigen Mann auf. „Der Landespolizeidirektor hat Sie persönlich für einen Eignungstest angefordert, bei dem Sie mich heute unterstützen möchten. Es geht um eine sechzehnjährige Schülerin, die von uns bevorzugt ausgebildet werden soll. Warum, das werden Sie heute hoffentlich mit mir zusammen feststellen dürfen.“ Die drei Beamten fingen an zu lachen. Stoppelhaarschnitt, markante Gesichter und hochgewachsene Körper mit massivem Muskelbau, schien ihnen dieses Anliegen absurd zu sein. „Sie machen sich jetzt warm! Ich erwarte von Ihnen, dass Sie heute alles geben werden. Denn mein Bestreben wird es sein, die Lütte heute wieder nach Hause zu schicken. Gelingt mir das nicht, werde ich alle Energie in ihre Ausbildung investieren, weil ich dann weiß, dass sie die Beste sein wird, wie man es mir bereits versprochen hat.“ „Was ist denn an ...