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Andreas - der Schlüssel
Datum: 14.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... behauptet hat, ich wäre zu viel. Zu laut, zu fordernd, zu direkt." „Das war sein Trick", sagt Caro ruhig. „Wenn du dich klein fühlst, denkt er, er wächst." Ich nicke. „Und trotzdem...", beginne ich. „Trotzdem würdest du ihn zurücknehmen?", ergänzt sie. Ich sage nichts. Trinke. Atme. Denke. „Manchmal ja", flüstere ich. „Wenn ich nachts wachliege. Wenn ich mich frage, ob irgendein Mann je wieder so sein kann wie er. Wenn ich mich danach sehne, nicht mehr stark sein zu müssen." Caro nimmt meine Hand. „Das ist keine Liebe, Verena. Das ist Erinnerung. Die kann verdammt sexy sein -- aber sie ist nicht echt." Ich presse ihre Finger. „Ich hasse ihn dafür, dass ich ihn immer noch will. Und ich hasse mich dafür, dass ich mir wünsche, er würde wieder anrufen." Ich denke an Sebastian. An das letzte Mal, als er mich nackt ansah und sagte: „Du bist meine Frau. Auch wenn du gerade alles andere fühlst. Und wie er am nächsten Tag bei ihr war. Caro schenkt nach, mit einer unbeholfenen Großzügigkeit, wie nur Menschen es tun, die spüren, dass Worte nicht reichen. „Du trinkst sonst nie so schnell", sagt sie und blickt mich von der Seite an. „Heute ist anders." Sie nickt, hält das Glas einen Moment in der Hand, schwenkt den Rest Crémant gedankenverloren. Dann: „Verena... darf ich mal was sagen, ohne dass du mich sofort in der Luft zerreißt?" Ich seufze. Halb gespielt. „Du darfst alles sagen. Aber das heißt nicht, dass ich zuhöre." „Deal." Sie ...
... lächelt schief. „Ich glaube, du verwechselst Macht mit Nähe." Ich verziehe keine Miene. Aber ich spüre, wie sich meine Schultern spannen. „Was meinst du?" Ich frage es zu ruhig. „Na ja. Mit Sebastian... das war dieses ewige Spiel: Du wolltest gleichberechtigt sein, und er wollte dich klein machen, um sich groß zu fühlen. Und du hast immer gedacht: Wenn ich nur stark genug bleibe, merkt er irgendwann, wie sehr ich ihn liebe." Ich sage nichts. Starre auf meine nackten Füße auf dem Sofa. „Und jetzt", fährt Caro fort, „machst du wieder ein Spiel. Mit einem Typen, der dich benutzt, wann immer du es zulässt. Und du tust so, als hättest du die Kontrolle, weil „Du" den Schlüssel rauslegst." Ich hebe den Blick. Lächele. Zu freundlich. „Du meinst, ich stehe auf emotionale Selbstverstümmelung?" „Nein." Caro wird plötzlich ernst. „Ich meine, du verwechselst körperliche Hingabe mit seelischer Heilung. Du hoffst, dass es weniger weh tut, wenn du entscheidest, wann der Schmerz kommt." Ich spüre, wie sich meine Kehle zuschnürt. Wie die Luft dünner wird. „Du hast keine Ahnung", flüstere ich. „Stimmt", sagt sie. „Ich hab nur zugeschaut, als du bei Sebastian zerbröselt bist. Und ich sehe jetzt wieder, wie du dich auslieferst -- mit offenen Augen." „Ich liefere mich nicht aus", sage ich. Der Satz kommt zu schnell. Zu laut. Er steht plötzlich im Raum, zwischen uns. Klingt wie eine Lüge. Fühlt sich an wie eine. Caro lehnt sich zurück. Ihre Stimme wird ...