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Andreas - der Schlüssel
Datum: 14.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... weich, fast bedauernd: „Ich will dir nicht reinreden. Aber Verena... irgendwann musst du dir eingestehen, dass du Nähe nicht ertragen kannst, wenn sie nicht wehtut." Ich drehe den Kopf zur Seite. Will nicht, dass sie meine Augen sieht. „Du klingst wie ein schlechter Podcast", sage ich. „Oder wie eine Beziehungsratgeberin, die ihre eigenen Probleme auf andere projiziert." Sie zuckt die Schultern. „Mag sein. Aber wenigstens höre ich nicht auf zu fühlen." Stille. Ein Lied läuft im Hintergrund. *Landslide*, Stevie Nicks. Ich hasse dieses Lied. Und liebe es. Caro steht auf. Holt ihre Jacke. Kein Drama, kein Schmollen. Nur Müdigkeit. „Ruf mich an, wenn du wieder du bist", sagt sie leise. Ich nicke. Sie geht. Die Wohnung ist still, nachdem die Tür ins Schloss gefallen ist. Ich bleibe auf dem Sofa. Trinke den Rest. Starre auf das Glas. Ich hasse es, wenn Caro recht hat. Ich hasse es noch mehr, wenn ich mich selbst erkenne -- in ihren Worten. Und trotzdem, ganz tief unten, weiß ich: Ich werde den Schlüssel wieder rauslegen. Aber nicht heute. --- Eine weitere Woche vergeht. Ich lege den Schlüssel nicht raus. Ich denke jeden Abend darüber nach. Ich öffne die Schublade, nehme den kleinen Herz-Anhänger in die Hand, drehe ihn zwischen den Fingern. Aber ich lege ihn nicht raus. Dann lösche ich seine Nummer. Nicht impulsiv, nicht wütend. Nur still. Wie man einen Zettel zerreißt, den man auswendig kann. Ich suche mein Glück mit ...
... Tinder- --- Ich erinnere mich nicht mal mehr an ihre Namen. Der eine hieß vielleicht Dennis. Oder Marco. Der andere war IT-Berater, sprach zu viel über Crossfit und kam nach drei Minuten. Ich weiß nur noch, wie sich ihre Hände angefühlt haben: zu forsch. Zu sicher. Als würden sie glauben, mein Körper funktioniere wie eine App -- man tippt, wischt, drückt, und alles läuft. Spoiler: läuft nicht. Tinder ist wieder meine kleine Droge geworden. Ich installiere es, lösche es, installiere es neu. Ich gebe mir Mühe beim Profiltext, dann wieder nicht. Ich like, obwohl ich mich nicht entscheiden will. Ich matche, obwohl ich mich nicht sehen lassen will. Ich gehe zu Dates. Weil ich hoffe. Oder weil ich mich selbst strafen will. Der erste Typ hat mich im Club getroffen, wollte mich danach direkt mitnehmen. Ich hab's getan. Wir haben rumgemacht in seinem alten BMW. Auf der Rückbank, zwischen McDonald's-Tüten und einer zerknüllten Strickjacke. Er hat mich geleckt wie ein Jugendlicher, der einen Lehrfilm gesehen hat. Und danach gefragt, ob ich einen Dreier mit seiner Ex in Betracht ziehen würde. Ich bin ausgestiegen, ohne etwas zu sagen. Er hat nicht geschrieben. Ich auch nicht. Der zweite war höflicher. Er kam zu mir. Trank meinen Wein. Wir haben Netflix angemacht, aber nicht geschaut. Er war sanfter. Vorsichtiger. Aber ich habe mich gefühlt wie in einem Bewerbungsgespräch mit Nacktheit. Als er kam -- still, mit zitternder Hüfte und halb offenem Mund -- habe ich kurz gedacht, ...