1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... dich in Ordnung ist, Melanie?«
    
    »Klar doch!«, antwortete sie und freute sich, dass es jetzt leichter wäre, mit ihm vertraulich zu sprechen.
    
    Als Helena zum Besuch der Waschräume kurz an Land gegangen war, fragte Melanie ihn: »Und, wie war's?«
    
    »Wie war was?«
    
    »Komm, du weißt schon, was ich meine, dein Spaziergang mit meiner Schwester?«
    
    »Haben wir doch schon gesagt. Er war schön!«
    
    »Das will ich nicht wissen. Ich will wissen, ob du ihr gesagt hast, dass du dich für sie interessierst?«
    
    »Nein, natürlich nicht!«
    
    »Und warum?«
    
    »Ich falle doch nicht einfach so mit der Tür ins Haus! Außerdem, was ist, wenn sie Nein sagt? Dann ist die Stimmung für den Rest der Reise im Eimer. Das will ich euch und mir nicht antun.«
    
    »Ich habe ja nicht gemeint, dass du sie platt anbaggerst oder so. Ich war schon davon ausgegangen, dass du das geschickter anstellst.«
    
    »Wie denn?«
    
    Sie stieß einen großen Seufzer aus und ergänzte: »Oh, je! Man kann zum Beispiel wie zufällig mal einen Arm um sie legen oder sich bei ihr unterhaken. Je nachdem wie sie darauf reagiert, erkennt man, ob es ihr unangenehm ist, oder nicht.«
    
    »So einfach ist?«
    
    »Ja! So einfach!«
    
    »Was ist einfach?«, fragte Helena, die in diesem Augenblick wieder an Bord kam.
    
    »Das Steuern des Boots in den Hafen«, erfand Melanie schnell als Ausrede.
    
    »Ach ja. Ich wünsche Euch eine gute Nacht!«, sagte Helena und ging unter Deck.
    
    Melanie wartete mit der Ausführung ihres Plans darauf, dass sie beide später in ...
    ... der Bugkoje liegen würden, denn sie wollte vermeiden, dass Helena hiervon etwas durch den offenen Niedergang vernahm. Stattdessen unterhielten sie sich bei einem Glas Wein noch ein Weilchen. Melanie gefiel die, im wahrsten Sinne, geistreiche Konversation mit ihm und sie hätte, trotz ihres Planes für später, gern noch ein weiteres Glas mit ihm getrunken. Er meinte jedoch, dass er müde sei und sich hinlegen wollte.
    
    Als beide in ihrer Koje lagen, begann Melanie mit leiser Stimme: »Thomas, ich muss dir ein Geständnis machen.«
    
    »Bitte? Was ist denn?«
    
    »Heute Abend, nach dem Spülen hatte ich versehentlich deinen E-Book-Reader genommen.« Entschuldigend schob sie direkt hinterher: »Wir haben beide die gleichen Geräte.«
    
    Thomas spannte sich sofort innerlich an. Er ahnte, was jetzt kommen würde. Wenn sie so anfing, musste sie entdeckt haben, welche Art Bücher er auf seinem Reader hatte.
    
    »Und da habe ich...«, sagte sie zögernd, »da habe ich einige ungewöhnliche Bücher gefunden.«
    
    Thomas lief rot an, während sie weitersprach.
    
    »Es tut mir leid! Es war nicht meine Absicht...«, schwindelte sie ihn an. Zwar plagte sie ein wenig ihr schlechtes Gewissen bei dieser kleinen Lüge, jedoch war sie der Meinung, ganz gut damit leben zu können. »Und ich muss gestehen, ich war neugierig und habe einen Blick hinein geworfen.«
    
    Er wich ihrem Blick aus, zog es vor, zu schweigen. Was hätte er ihr antworten sollen?
    
    Sie wartete auf eine Reaktion. Es kam keine. Betreten schaute er nur an ...
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