1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... Gummibändern gegen das Wegwehen sicherten, verband Melanie mit dem passenden Knoten die Schot mit dem Vorsegel. Danach ging sie nach achtern und brachte die Backbordschot nach vorne und befestigte sie ebenfalls. Anschließend schlugen sie ein kleineres Vorsegel an das andere Vorstag an und sicherten es an der Backbordreling.
    
    Klaus-Peter überwachte diese Tätigkeiten, während er ruderging. Als sie ihre Aufgabe erledigt hatten, wies er sie an: »Jetzt müsst ihr die Persenning vom Großsegel abnehmen!«
    
    Die drei begaben sich mittschiffs, lösten die Verschnürung der Plane, die das Großsegel schützte, dem Segel, welches auf der hinteren Seite des Masts angebracht war.
    
    »Wenn ihr so weit seid, drehe ich in den Wind, und ihr könnt das Groß hissen.«
    
    »Alles fertig, Papa!«, rief Helena.
    
    Er steuerte daraufhin das Boot so weit in Richtung Süden, bis dass der Wind frontal von vorne kam, und er reduzierte die Fahrt.
    
    »Groß setzen!«, befahl Klaus-Peter.
    
    »Los Thomas!«, forderte Helena ihn auf, »jetzt kannst du einmal zeigen, was du in den Armen hast.«
    
    Er nahm die Herausforderung an, trommelte mit der einen Kurbel am Mast das Fall auf und zog so das Großsegel empor. Je höher es stieg, umso mehr flatterte es im Wind.
    
    »Mehr geht nicht«, tief Thomas, »war doch gar nicht schwer, Helena!«
    
    »Warte ab, gleich kommt die Genua dran«, entgegnete sie ihm. »Ist klar!«, rief sie ihrem Vater nach achtern.
    
    »Melanie, komm nach achtern und bediene die Großschot! Wenn ihr zwei so ...
    ... weit seid«, rief er seiner anderen Tochter und Thomas zu, »könnt ihr die Genua setzen.«
    
    Helena und Thomas lösten alle Gummibänder, die sie zuvor zur Sicherung angebracht hatten.
    
    »So, jetzt darfst du noch einmal kurbeln!«, forderte Helena ihn.
    
    Er ging zu der Fock-Fall-Winsch und begann zu kurbeln. Nach und nach stieg die Genua und flatterte immer stärker im Wind.
    
    »Schneller, schneller!«, feuerte sie ihn an. »Sie weht sonst ins Wasser!«
    
    Thomas stellte fest, dass sie recht gehabt hatte: Das Heißen der Genua war deutlich anstrengender. Allmählich näherte er sich dem Ende und beobachtete das Vorliek, die vordere Kante des Segels. Er wusste von seinem eigenen Sport-Katamaran, dass das Vorliek leicht gespannt sein sollte, sodass sich eine saubere Anströmkante bilden konnte. Nur so erreichte das Boot die höchste Geschwindigkeit. Schließlich gab er Melanie ein Zeichen, dass sie die Schot der Genua dicht holen sollte. Helena und er begaben sich mit dem leeren Segelsack zu den anderen ins Cockpit.
    
    »Ich falle jetzt ab!«, rief er seiner Mannschaft zu und ging wieder auf Kurs Nord-West. Der Wind blähte die Segel, das Boot neigte sich ein wenig in Steuerbordrichtung und nahm mehr Fahrt auf. Klaus-Peter stoppte die Maschine und sofort umgab sie eine angenehme Stille. Sie hörten nur den leichten Wind und das Rauschen des Wassers.
    
    »Gut gemacht, alle zusammen!«, lobte Klaus-Peter. »Könnt ihr bitte noch die Großpersenning verstauen?«
    
    »Ich mach das schon«, schlug Thomas vor. ...
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