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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... »Wo soll die hin?« »Pack sie mit dem Genua-Sack in den Verschlag, aus dem ihr vorhin die Genua herausgeholt habt!« Er verstaute beides und setzte sich zu den Schwestern auf die Backbordseite. Klaus-Peter fiel noch eine Spur ab und das Boot krängte ein wenig mehr und nahm weiter Fahrt auf. »So, endlich wieder ganz auf dem Wasser«, stellte Klaus-Peter fest. »Und wie gefällt es dir, Thomas?« »Echt klasse! Ist zwar nicht so schnell wie auf meinem Kat... dafür aber trockener.« »Warte mal ab«, meinte Klaus-Peter, »wenn wir auf der Nordsee sind, kann es auch feucht werden. Du hast das übrigens gut gemacht, auf dem Vorschiff. Du fährst nicht das erste Mal auf einer Yacht, oder?« »Nee, ich habe mit Freunden schon einige Törns auf der Ostsee gemacht.« »Ja, Ostsee. -- Du wirst trotzdem das eine oder andere Neue lernen. Wenn wir draußen sind, kommt etwas dazu, das man Gezeiten und Strömung nennt. Auf der Ostsee gibt es die quasi nicht. Unabhängig davon«, fügte er hinzu, »möchte ich, dass jetzt jeder von euch zur Sicherheit ein Boje-Über-Bord Manöver fährt! Auch wenn wir einen Motor haben und uns das GPS im Ernstfall unterstützt, denjenigen, der ins Wasser gefallen ist, wieder an Bord zu bekommen, muss jeder auf diesem Boot mit dem Manöver vertraut sein!« Als Übungsobjekt wurde für jeden mehrfach ein Fender ins Wasser geworfen und abwechselnd übernahm einer nach dem anderen das Steuer und gab den anderen die notwendigen Kommandos, zum Bergen des Übungsobjekts. ...
... Alle erledigten das Manöver zu Klaus-Peters Zufriedenheit auf Anhieb und er sprach ihnen ein Lob dafür aus. Danach lehnten sich Thomas und die zwei Geschwister zurück und genossen die Fahrt. Nachdem sie die Hälfte der Strecke nach Den Oever, dem Übergang in die Nordsee zurückgelegt hatten, klingelte Klaus-Peters Handy. »Helena, kannst du bitte das Ruder übernehmen?«, bat er seine Tochter. Sie ging ans Steuer und er nahm das Gespräch an. »Ja, Mama! -- Warte einen Augenblick, ich verstehe dich fast nicht!«, sagte er und ging unter Deck. Sie vernahmen nur undeutlich, worum es in dem Gespräch ging. Nach einer Weile kam er mit einem sorgenvollen Blick wieder an Deck. »Was ist los Papa?«, fragte Melanie. »Opa ist gestürzt und ist ins Krankenhaus gekommen.« »Oh nein! Ist es schlimm?« »Kann ich nicht sagen. Oma ruft mich in einer halben Stunde noch einmal an.« »Hoffentlich ist es nichts Ernstes!«, sagte Helena. »Ja, das hoffe ich auch!«, erwiderte er. Sie fuhren schweigend weiter. Einige Zeit später klingelte erneut sein Telefon. Er ging sofort unter Deck und nahm dort das Gespräch entgegen. Als er wieder hinaufkam, blickten die anderen ihn erwartungsvoll an. »Und -- was ist?«, fragte Helena? »Er hat sich den rechten Oberarm gebrochen.« »Oh nein!«, rief Melanie. »Und was heißt das jetzt?« »Der Arm muss geschient werden und er kann ihn ein paar Wochen nicht benutzten.« »Oh je, armer Opa!«, sagte Helena. »Ja. Das ist nicht schön«, ...