1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... bestätigte ihr Papa, »es hätte aber schlimmer kommen können, ein Oberschenkelhalsbruch zum Beispiel! Es heißt aber, dass ich in Den Oever aussteigen werde.«
    
    »Wie, warum das denn?«, fragte Helena.
    
    »Du weißt doch, dass Oma zwar einen Führerschein hat, aber seit Jahrzehnten nicht mehr Auto gefahren ist. Ich muss hin und meinen Eltern helfen.«
    
    »Wir brechen also diesen Törn ab?«, erkundigte sich Helena.
    
    »Nein, ihr fahrt weiter, denn ihr habt euch so darauf gefreut! Ich habe mir das die letzte halbe Stunde überlegt. Ich habe eure Seemannschaft gesehen. Helena, du hast alle erforderlichen Scheine und bist bereits alleine mit dem Boot unterwegs gewesen! Mit deiner Erfahrung im Regatta- und Yachtsegeln und eurer beider Erfahrung, Melanie auf diesem Boot und Thomas beim Katamaran Segeln, traue ich euch zu, dass ihr die Fahrt alleine bewältigen könnt.«
    
    »Aber Papa«, meinte Helena, »wir wollten doch die Fahrt zusammen machen.«
    
    »Das geht halt jetzt nicht. Ich muss zu Hause helfen. Aber wir holen die gemeinsame Fahrt später nach. -- Ich bestimme dich, Helena, zur Skipperin. In Ordnung?«
    
    Melanie und Thomas nickten zustimmend und nach einer Weile erkundigte sich Helena: »Du traust mir wirklich zu, das Kommando zu übernehmen?«
    
    »Ja, ohne weiteres! Ich weiß, dass du kein Risiko eingehen wirst. Und ihr beiden anderen wisst, wenn Helena etwas bestimmt, dann muss es so getan werden.«
    
    »Ja, klar!«, bestätigen die Angesprochenen.
    
    »Gut, dann ist das jetzt so. -- Es ist ...
    ... nicht mehr weit bis zur Schleuse, ungefähr eine halbe Stunde noch. Helena du übernimmst bereits jetzt das Kommando für das Manöver. Ich packe derweil meine Sachen zusammen«, erklärte er und begab sich unter Deck.
    
    »Okay, Papa!«, bestätigte Helena. »Melanie und Thomas, geht schon einmal nach vorne. Eure Aufgabe wird sein, die Genua einzuholen.«
    
    Beide begaben sich aufs Vorschiff. »Wir sind so weit!«, rief Thomas nach achtern.
    
    »Okay, ich drehe in den Wind!«, rief Helena, warf den Motor an, steuerte das Boot mit dem Bug in den Wind und sofort flatterten die Segel. Melanie betätigte das Fock-Fall. Sobald das Segel zu sinken begann, packte Thomas es am Unterliek, der Unterkante, und verstaute es hinter der Reling. Nachdem sie es komplett herabgelassen hatte, sicherten sie es beide mit mehreren Gummibändern an der Reling.
    
    »Und jetzt holt das Groß ein!«, forderte Helena von ihnen.
    
    Die beiden folgten ihrer Anweisung mit der gleichen Aufgabenteilung und kurze Zeit später war das Großsegel eingeholt.
    
    »Ihr braucht es nicht so schön einzupacken. Wir nehmen es nach der Schleuse gleich wieder hoch. -- Macht doch schon die Fender bereit!«
    
    In diesem Moment kam Klaus-Peter wieder an Deck und stellte erfreut fest: »Das läuft doch prima! Ihr könnt das alles auch ohne mich.«
    
    Sie näherten sich der Schleuse und sahen, dass die anderen Boote vor ihnen sich gerade aufmachten, in die Schleuse zu fahren.
    
    »Da haben wir ja Glück. Wir können sofort einfahren.«
    
    Helena steuerte ...
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