1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... Kleinigkeit zu essen und ein lokales Bier zu probieren.
    
    Zum Boot zurückgekehrt, tauschten Helena und Thomas ihre Schlafplätze und alle legten sich früh in die Kojen.
    
    Thomas lag auf dem Rücken und seine Augen wanderten über die Holzmaserung der Salondecke. Als die Erlebnisse des Tages ihm durch den Kopf gingen, bemerkte er, dass er die heißen, aufregenden Spiele mit Melanie vermisste. Sie hat seinem Leben einen Schubs gegeben, den er nicht für möglich gehalten hatte, und er würde mit ihr gerne noch viel mehr erleben.
    
    Aber, ihm kamen Zweifel.
    
    Sein Herz schlug eigentlich für Helena. Würde er so mit ihrer Schwester weiter machen, würde er Helena ja hintergehen.
    
    Nach dem kleinen gemeinsamen, ja fast intimen Moment heute in der Pantry, keimte in ihm die Hoffnung auf, sie würde etwas für ihn empfinden.
    
    Er horchte auf die Stimmen der Schwestern, jedoch kam bei ihm nur leises Gemurmel an. Auf der einen Seite war er enttäuscht, da es ihn interessierte, ob sie über ihn sprachen. Auf der anderen Seite war er beruhigt, da so Helena die Nächte zuvor nicht mitbekommen haben konnte, worüber Melanie und er sich unterhalten hatten.
    
    Die beiden Frauen lagen in ihren Kojen und hatten sich einander zugedreht.
    
    Melanie begann die Unterhaltung: »Wie geht es dir auf der Reise?«
    
    »Warum fragst du?«
    
    »Nun, ich habe mitbekommen, dass du enttäuscht warst, als Papa uns verlassen musste. Du bist schon immer ein Papakind.«
    
    »Das stimmt, ich hatte mich wirklich darauf gefreut, ...
    ... wieder etwas mit ihm zusammen zu unternehmen.«
    
    »Und dann hat er dir die Verantwortung über das Boot übertragen und damit ja auch für uns alle.«
    
    »Das macht mir nichts aus. Da denke ich nicht drüber nach. Ihr beide macht das so toll, dass ich gar nicht das Gefühl habe, besondere Verantwortung tragen zu müssen.«
    
    »Ich bin da nicht so versiert. Mir fehlt die Erfahrung. Aber Thomas läuft das alles scheinbar so leicht von der Hand.«
    
    »Ja, das stimmt. Er ist geschickt mit dem Boot und er sieht, wo angefasst werden muss.«
    
    »Insofern ist es ein Glücksfall, dass Papa ihn eingeladen hat, mitzusegeln. Wäre er nicht dabei, hätten wir den Urlaub abbrechen müssen«, sagte Melanie.
    
    »Richtig. Ohne ihn hätte ich mir nicht getraut, die Überfahrt zu machen. Nur mit dir wäre das nicht gegangen. Versteh mich nicht falsch! Ich fahre gerne mit dir alleine in den Urlaub. Aber eine einzige erfahrene Seglerin reicht zumindest mir nicht aus bei einem solchen Törn.« »Ich verstehe dich ganz und gar nicht falsch, Schwesterherz. Ich vermute, Papa hätte uns diesen Trip auch nicht alleine machen lassen. Also ist es gut, dass Thomas dabei ist«, beruhigte Melanie ihre Schwester. »Apropos Thomas. Läuft da zwischen dir und ihm etwas?«
    
    »Wie kommst du da drauf.«
    
    »Ich habe den Eindruck, ihr seid sehr vertraut miteinander.«
    
    »Du, wir kennen uns schon aus dem Sandkasten«, meinte Helena ausweichend.
    
    »Das meine ich nicht, und das weißt du auch.«
    
    »Er hat sich verändert, seitdem ich ihn das ...
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