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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... letzte Mal gesehen habe.« »Inwiefern?« »Es ist zuvorkommender als früher, freundlicher, ja fast liebevoller.« »Woran machst du das fest?« »Es ist seine ganze Art, so wie er mich ansieht und wie er sich mir gegenüber verhält.« »Ist es dir unangenehm?« »Nein. Eigentlich nicht. Es war sehr schön, wie er mich am Strand und auch heute eingecremt hatte.« »Das habe ich bemerkt.« Helena stützte sich ein wenig auf und fragte: »Wie? Du hast das bemerkt?« »Ich hatte am Strand den Eindruck, du zerfließt unter seinen Händen.« Melanie ließ sich wieder sinken und sagte: »Ja, das trifft es gut. Als er angefangen hatte, ist es für mich so gewesen, als hätte ich mich in ganz vertrauensvolle Hände begeben. Ebenso heute Mittag beim Kochen. Erst hat er mich bei der Welle... vor der du uns ja nicht gewarnt hast!«, sagte sie vorwurfsvoll, aber lachend zu ihrer Schwester. Diese zuckte Unschuld vorgaukelnd mit den Schultern. »Also«, fuhr Helena fort, »er hat mich aufgefangen und danach... danach hat er mich in den Arm genommen. Ich habe mich gefühlt wie... sicher, gut aufgehoben. Ich kann nicht beschreiben, warum.« »Brauchst du auch nicht. Wenn es dir gutgetan hat, dann ist doch alles in Ordnung.« »Ja, es hat gut getan. Vor allem nach...«, sie stockte und sprach nicht weiter. »Vor allem nach was?«, fragte Melanie. »Nichts. Es ist für mich schon länger vorbei. Ich denke schon gar nicht mehr dran, zumindest nicht so oft.« Melanie setzte sich auf ...
... und fragte: »Möchtest du mir erzählen, was passiert ist?« »Eigentlich wollte ich niemanden damit behelligen. Ich wollte das Problem einmal alleine lösen.« Melanie saß da und unterbrach sie nicht. »Es war... es war vor zwei Jahren. Du warst ein Semester im Ausland. Ich hatte jemanden auf einer Uni-Fete kennengelernt. Er machte einen netten Eindruck gemacht und wir verstanden uns gut. Wir hatten uns dann öfters verabredet, sind ins Kino und mal ins Theater gegangen. Er ist freundlich gewesen und, der altmodische Ausdruck passt ganz gut, er hat mir den Hof gemacht. Ich habe ihn nett gefunden und irgendwann habe ich bei ihm übernachtet. Wir sind zusammen im Bett gewesen. Ab da hätte ich wissen müssen, dass etwas mit ihm nicht stimmt.« »Hatte er dir wehgetan?« »Kann ich so nicht sagen. Es ist etwas wilder zugegangen und da ist er grob geworden. Ich habe es zu diesem Zeitpunkt, der Situation zugeschrieben. Er war der dritte Mann, mit dem ich im Bett war. Ich konnte also auf keine große Erfahrung zurückblicken. Aber beim zweiten Mal hatte er es wieder so gewollt und ich habe ihm gesagt, dass ich es so nicht möchte. Er meinte darauf, dass ich mich nicht so zieren solle, ich würde es doch in Wahrheit auch so haben wollen. Und wir haben an dem Abend ein weiteres Mal miteinander geschlafen. Es war ein Fehler. Es war schrecklich für mich! Ich... ich bin mir so benutzt vorgekommen und... und nicht geliebt. Ich bin dann nicht über Nacht geblieben, sondern zurück in mein ...