1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... wieder geschlossen war. Danach gingen sie wieder unter Deck und frühstückten.
    
    »Wie lange müssen wir warten, bis wir in den Hafen können?«, fragte Thomas.
    
    »Bis elf oder so kann das dauern. Der Pegel der Themse muss so hoch sein, dass die Schleuse genutzt werden kann. Wenn sie zu früh schleusen, verlieren sie zu viel Wasser im Hafen. Der ist schließlich nicht groß.«
    
    »Leuchtet ein.«
    
    »Und was machen wir heute?«, fragte Melanie.
    
    »Wir könnten ja schauen, was heute im Kino kommt und wenn uns etwas gefällt, schauen wir es uns an. Morgen könnten wir nach Greenwich fahren, dann haben wir mehr Zeit.«
    
    »Ich finde, das klingt nach einem guten Plan«, sagte Helena, »was meinst du?«
    
    »Finde ich gut. Wir können doch hier auf dem Handy schon schauen, was später läuft.« Sie holte ihres hervor und suchte nach dem Kino.
    
    »Wie hieß das noch, welches du erwähnt hattest?«, fragte sie Thomas.
    
    »Es ist am ›Leicester Square‹.«
    
    »Ich hab's schon gefunden. Die haben derzeit eine Sommermatinee, in der sie alte Filme zeigen. Heute spielen sie ›Singing in the rain‹.«
    
    »Super!«, rief Thomas. »Kennt ihr den?«
    
    »Ich kenn das Lied, glaube ich«, sagte Helena.
    
    »Es ist ein Klassiker mit Gene Kelly, ein Tanzfilm.«
    
    »Tanzfilm? Ich weiß nicht«, zweifelte Melanie.
    
    »Es hat nichts mit ›Dirty Dancing‹ oder so zu tun. Wie soll ich das beschreiben? Gene Kelly ist... war einer der größten Tänzer der Welt, vergleichbar mit Fred Astaire«, erklarte er begeistert. »Es ist eine Komödie, ...
    ... die zu Beginn des Tonfilms spielt. Neben diesem gibt es nur noch einen anderen Tanzfilm, den ich so gut finde, ›Ein Amerikaner in Paris‹.«
    
    »Was meinst du, Melanie? Er klingt sehr begeistert. Und es muss einen Grund geben, dass sie ihn in einer Matinee spielen. Schlechte Filme bringen sie da sicherlich nicht«, sagte Helena.
    
    »Gut, ihr habt mich überzeugt. Ich bin zwar schon lange nicht mehr am Nachmittag ins Kino gegangen. Wird bestimmt lustig.«
    
    Sie klarten das Boot auf. Wenig später fuhren sie in die Schleuse und von dort aus in den Jachthafen. Der Hafenmeister wies ihnen einen Liegeplatz zu und sie erkundeten die nähere Umgebung. Am Nachmittag fuhren sie mit der Circle-Line bis zur Embankment-Station und gingen das verbleibende Stück zum Leicester Square zu Fuß. Nur wenige andere waren mit ihnen im Saal und die Verkäuferin sagte ihnen, dass sie sich ihre Plätze frei wählen konnten. Sie suchten sich Schöne in der Mitte des Saals und die Schwestern nahmen Thomas in ihre Mitte.
    
    Er meinte: »Ihr werdet sehen, der Film ist umwerfend.«
    
    »Ich bin schon gespannt«, sagte Helena, »du klingst so euphorisch.«
    
    »Ich kann es nicht gut beschreiben. Einige Filme und Musik Stücke... berühren mich mehr als andere. Gehen mit nah. Kennt ihr so was auch?«
    
    »Im Kino ist mir das noch nicht passiert«, sagte Melanie. »Aber im Fernsehen hatte ich ›Schindlers Liste‹ gesehen. Der ist mir sehr nah gegangen.«
    
    »Das verstehe ich. Der Film geht jedem nah«, stimmte Thomas zu, »er ist ...
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