1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... kommen.«
    
    »Was studierst du denn?«, fragte Thomas.
    
    »Medizin und ich mache gerade mein praktisches Jahr auf der Inneren.«
    
    »Und, gefällt es dir?«
    
    »Auf jeden Fall!«
    
    »Und dir hat das ewige Auswendiglernen nichts ausgemacht?«
    
    »Das ist kein Problem für mich. Das habe ich schon in der Schule gekonnt. Vokabeln habe ich mir einfach so gemerkt. Nur Grammatik zum Beispiel, hat bei mir etwas länger gedauert.«
    
    »Das ist bei mir genau umgekehrt«, entgegnete Thomas. »Vokabeln Pauken ist für mich immer ein Kampf gewesen. Strukturelle Dinge wie Grammatik oder Mathematik habe ich beim ersten Mal bereits verstanden. Deswegen studiere ich auch Maschinenbau und nicht Medizin oder eine Sprache. -- Und du Helena?«
    
    »Ich studiere derzeit Sport und Mathe auf Lehramt.«
    
    »Und wie läuft es?«
    
    »Gut, würde ich sagen.«
    
    »Und wie sind die Chancen, eine Stelle zu bekommen?«
    
    »Mit Mathe ist das derzeit überhaupt kein Problem. Mathelehrer werden händeringend überall gesucht.«
    
    »Das klingt ja gut«, bemerkte er.
    
    »Und wie ist das bei dir, Thomas«, fragte Helena.
    
    »Ich kann mich auch nicht beklagen. Sorgen um eine Stelle muss ich mir später nicht machen. Ich habe gerade meinen Bachelor abgeschlossen und fange im Herbst mit dem Master an.«
    
    »Und in welche Richtung möchtest du später einmal gehen?«
    
    »Weiß ich noch nicht genau. Umwelt- oder Energietechnik sind im Moment meine Favoriten.«
    
    »Das klingt gut aus meiner Sicht. Es sind auf jeden Fall Gebiete, die zukunftsweisend ...
    ... sind«, meinte Helena.
    
    »Das sehe ich ebenfalls! -- Jetzt sind wir aber von deinem ursprünglichen Gedanken abgekommen, Melanie, dass euer Vater nicht mehr dabei ist.«
    
    Melanie war freudig überrascht, dass er den ursprünglichen Faden nicht komplett aus den Augen verloren, sondern ihren Ausgangpunkt der Überlegungen wieder aufgegriffen hatte. Wenn er dieses Maß an Reife auch sonst zeigen würde, dachte sie sich, würden die kommenden zwei Wochen interessant werden. Im selben Moment wurde ihr bewusst, wie zweideutig man ihre Gedanken hätte auffassen können und sie war heil froh, dass sie sie nicht laut ausgesprochen hatte. Trotzdem stieg ihr die Schamröte ins Gesicht und sie hoffte, dass dies niemandem auffiel. Sie wunderte sich: Woher kam diese schlüpfrige Sichtweise auf einmal? Seit einiger Zeit war sie zwar solo, aber deswegen wollte sie kein schnelles Abenteuer mit einem drei Jahre jüngeren Mann.
    
    Sie konzentrierte ihren Blick auf den Horizont, die Schiffe voraus und versuchte so, von dem für sie im Moment merkwürdigen Gedanken loszukommen. Keiner der beiden anderen hatte ihre geistige Abwesenheit mitbekommen. Stattdessen hatten sie den ursprünglichen Faden wieder aufgegriffen und Helena meinte: »Ja, es ist schade, dass unser Papa nicht mit von der Partie ist. Aber wir können es auch von der positiven Seite sehen. Wir haben jetzt zwei Wochen sturmfreie Bude.«
    
    »Stimmt, es gibt keinen Erwachsenen, der uns sagt, was wir zu tun hätten. -- Aber wäre das bei eurem Papa zu ...
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