-
Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... kann nicht sagen, warum nicht. Es ist etwas ganz anderes als bei den anderen engen Freunden, die ich gehabt habe. Ich fühle mich nicht bedrängt, ich fühle mich so wertgeschätzt.« »Ich muss sagen, dass ich nicht damit gerechnet hätte, dich heute Nacht in dieser Koje zu sehen.« »Du hast damit gerechnet, dass wir zusammen in Salon schlafen?« »Ja, eigentlich schon.« »Hätte ich auch gemacht.« »Aber?« »Er hat mich darum gebeten, dass jeder heute Nacht in seiner Koje schläft.« »Warum, wenn ich fragen darf?« »Ich bin seine erste Freundin und er sagt, dass er sich unsicher fühlt. Ich vermute, er will es nicht so schnell angehen.« Soso, unsicher fühlte er sich, dachte sich Melanie. Sie hatte ihn da ganz anders erlebt. Aber der Unterschied würde sein, dass das mit ihr nur Spaß war. Mit ihrer Schwester war es etwas Ernstes. Zu Helena gewandt sagte sie: »Was doch erst einmal nicht schlecht ist, oder? Lieber so, als wenn es ihm nicht schnell genug gehen kann, mit dir in die Kiste zu steigen.« »Meli! Deine Ausdrucksweise ist mal wieder...« »Was denn? Habe ich etwa nicht recht?« »Ja, du hast recht. Aber ich vermiss ihn schon jetzt.« »Das ist doch gut! Mach doch Folgendes: Morgen früh -- du wachst ja in der Regel eher auf als wir anderen -- schleichst du dich zu ihm und legst dich zu ihm in die Koje.« »Das ist eine süße Idee! Ich danke dir.« »Da nicht für!« »Dann dir ebenfalls eine gute Nacht. Ich möchte nicht zu spät einschlafen«, sagte ...
... Helena. »Soso, Schwesterherz. Dir auch eine gute Nacht.« Thomas lag zusammengerollt in seiner Koje und dachte über den Nachmittag und Abend nach. Er war ihr nicht egal. Sie empfand etwas für ihn. Er hatte ein Riesenglück! Jetzt durfte er es nur nicht vermasseln! Aber sie hatte recht. Er musste nicht alles im vorneherein über sie wissen. Sie würden über alles sprechen können. Er hatte das Gefühl, der morgige Tag würde schön werden. Tag 9 - Zweiter Tag in London Früher als gewöhnlich wachte Helena auf. Im Hafen war alles noch still. Die Stadt draußen schien bereits erwacht zu sein. Sie verließ leise die Kajüte und überlegte kurz, wie gekleidet sie Thomas überraschen sollte, und entschied sich, ihre Trainingshose auszuziehen und lediglich T-Shirt und Slip anzubehalten. Barfuß ging sie in den Salon, setzte sich auf den Rand seiner Koje und betrachtete ihn, wie er schlief. Auf dem Rücken liegend hielt er seinen Kopf leicht geneigt. Sein Gesicht hatte in diesem Moment viel weichere Züge. Es war ein liebes, sehr vertrautes Gesicht, welches sie dort betrachtete. Im ersten Moment wollte sie ihn, Dornröschen gleich wach küssen, doch dann entschied sie sich dagegen, schlug seinen Schlafsack zur Seite, schmiegte sich an ihn und streichelte ihm sanft über seine Brust. Die Kühle im Boot hatte sie leicht frösteln lassen. Doch die von ihm ausgehende Wärme, übertrug sich auf sie und sie fühlte sich am richtigen Platz. Sie lächelte ihn an, als er nach einer Weile seine Augen auf ...