1. Schreibtherapie 2.2


    Datum: 31.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... naja, du weißt schon?" „Ich... äh...", brachte ich hervor, „man hat halt so seine Fantasien...". „Fantasien sind gut! Aber die Realität ist oft... nun ja, sagen wir mal, unterhaltsamer", erwiderte sie grinsend und deutete auf eine Vitrine mit allerlei Fesseln und Augenmasken. „Und das hier ist für die etwas... abenteuerlustigeren Semester." „Okay, okay", sagte ich beschwichtigend. „Ich bin ja bereit zu lernen. Du bist die Expertin, also zeig mir, was man so braucht." „Sehr brav!", lobte sie mich und tätschelte mir mütterlich die Wange. „Dann wollen wir mal sehen, was wir für dich und deine... äh... Bedürfnisse so finden." Sie zwinkerte mir zu und zog mich tiefer in den Laden hinein, vorbei an Regalen mit Gleitgel in verschiedenen Geschmacksrichtungen und DVD-Hüllen mit eindeutigen Motiven. Ich fühlte mich immer noch ein bisschen deplatziert, aber Thereses unbeschwerte Art war irgendwie ansteckend. Vielleicht war dieser Ausflug ja doch nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Vielleicht war es sogar... befreiend.
    
    Mitten in Thereses ausführlicher Erklärung der Vorzüge eines bestimmten Massageöls, das laut ihrer Beschreibung „nicht nur entspannt, sondern auch die Durchblutung anregt -- du weißt schon, wo...", näherte sich eine freundlich lächelnde Verkäuferin. Mein erster Impuls war, mich hinter einem Regal mit strapazierfähigen Dildos zu verstecken, aber Therese bemerkte die Frau bereits.
    
    „Guten Tag, kann ich Ihnen behilflich sein?", fragte eine Verkäuferin. Meine ...
    ... Wangen begannen wieder zu glühen. Therese hingegen schien die Situation völlig unaufgeregt zu meistern. „Ja, hallo!", erwiderte sie lächelnd. „Wir sind auf der Suche nach einem Gleitgel." Ich spürte, wie mein Magen sich verkrampfte. Gleitgel! Ausgesprochen vor einer fremden Person! Ich war mir sicher, dass die Verkäuferin uns jetzt mit einem verurteilenden Blick strafen würde. Stattdessen nickte sie nur freundlich. „Gerne", sagte sie und deutete auf ein Regal in der Nähe der Kasse. „Wir haben eine große Auswahl. Haben Sie bestimmte Vorlieben? Wasserbasiert, silikonbasiert, vielleicht mit Aroma?" Therese begann, sich die verschiedenen Produkte genauer anzusehen und fachsimpelte mit der Verkäuferin über Inhaltsstoffe und Anwendungsbereiche. Ich stand nur daneben und versuchte, möglichst unauffällig zu atmen. Es war surreal. Hier sprach man offen über Dinge, die in meiner Welt unter Verschluss gehalten wurden. „Dieses hier ist sehr beliebt", empfahl die Verkäuferin und hielt eine Tube hoch. „Es ist wasserbasiert und sehr angenehm." „Das klingt gut.", sagte Therese und nickte mir zu. „Was meinst du, Alex?" Ich räusperte mich. „Ähm... ja, klingt gut...", brachte ich hervor, bemüht, nicht allzu nervös zu klingen. Die Verkäuferin lächelte uns an, ohne die geringste Spur von Verlegenheit oder Verurteilung. Mir dämmerte langsam, dass dies hier ihr Job war, dass es für sie völlig normal war, über Gleitmittel und andere intime Produkte zu sprechen. Die Scham, die mich eben noch fast ...
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