1. Anschluss unter dieser Nummer


    Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif

    ... andere als fremd, nur war er mit meinem Ex immer eher von der schnellen Sorte gewesen, weil der Aufbruch in den beruflichen Alltag drängte. Es war wunderschön, mit ihm zu erleben, dass es auch ganz anders ging.
    
    Sehr beseelt und glücklich frühstückten wir später zusammen. Thomas fragte mich, ob ich heute oder morgen etwas vorhätte, oder ob ich Lust hätte, dass wir den Tag zusammen verbringen würden. Darauf hatte ich große Lust, was ich ihn auch gleich wissen ließ. So kam es, dass wir an diesem Tag auch noch in seiner Wohnung landeten, die in einem benachbarten Stadtteil lag.
    
    Ich war ganz froh, dann auch sein Zuhause gesehen zu haben, zu wissen, dass sein „Ich bin Single" auch wirklich stimmte, er nicht, wie mein Ex, jemand war, der noch etwas „nebenher" brauchte. Später gingen wir zusammen los, um etwas einzukaufen, was er für uns kochen wollte, ich ging danach kurz in meine Wohnung zurück, um mir frische Bekleidung mitzunehmen und auch ein paar Verhüterli einzustecken. Es sah ganz danach aus, als würde ich auch gleich eine erste Nacht bei ihm verbringen. Ging wirklich schnell mit uns, was mir ganz recht war, ich fühlte mich mit ihm sehr wohl, die Zeit mit ihm tat mir gut, war Salbe auf die Wunden, die die Zeit mit Jürgen bei mir hinterlassen hatte.
    
    Aus uns beiden war rasch ein Paar geworden, wir sahen uns nun regelmäßig. Nahezu jeden Tag, wenn der andere nicht gerade auf Dienstreise war. Mal trafen wir uns bei mir, mal bei ihm, und jedes Mal hatten wir große Lust ...
    ... aufeinander, liebten es, miteinander ins Bett zu gehen.
    
    Thomas kam nach einiger Zeit in einen besonderen Genuss: Wenn ich „meine ungefährlichen Tage" hatte, fiel zu seiner großen Freude der Griff in die Schublade meines Nachttisches aus.
    
    Meist beflügelte dieser Umstand unser Liebesleben in dieser Zeit sogar noch.
    
    Wir verbrachten die allermeisten Wochenenden zusammen, nahmen uns dann auch ein erstes Mal zeitgleich ein paar Tage frei, in denen wir in eine Ferienwohnung an der dänischen Westküste fuhren, und waren erstmals mehrere Tage rund um die Uhr zusammen. Uns beiden gefiel diese Zeit sehr, nicht zuletzt, weil wir auch viel Zeit im Bett miteinander verbrachten.
    
    „Besteht immer noch Bedarf?", war die Frage, die ich hörte, als ich nach dem Klingeln des Telefons den Hörer abgenommen und in Erwartung von Thomas freudig „Hallo!" gesagt hatte.
    
    Doch es war nicht Thomas, es war eine andere männliche Stimme. „Bedarf?", fragte ich, „woran?" „Ich sehe hier ihre Nummer ...", hörte ich am anderen Ende und war sprachlos und völlig perplex. Verdammt, es war also nicht nur eine Zelle gewesen, die mein Ex mit meiner Telefonnummer verziert hatte, und jetzt galt es, herauszufinden, wo sie lag.
    
    Nachdem Thomas und ich zusammengekommen waren, war ich im Ausstöpseln des Telefons nachlässiger geworden. Außerdem hatte es auch schon eine Weile lang keine Anrufe mehr gegeben.
    
    Manche der Anrufer waren auf abstoßende Weise oft gleich zur Sache gekommen, „Ich werde dich mit meinem ...
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