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Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif
... ich bei ihm, auch wenn es bedeutete, dass ich am Morgen danach recht früh aufbrechen musste, um mich in meiner Wohnung noch für die Arbeit umzuziehen. Kaum dass ich am Abend wieder in meiner Wohnung zurück war, klingelte das Telefon, Wolfgang war dran und fragte, ob er mich zum Essen einladen dürfe. Ich sagte ja, auch wenn ich es ungewöhnlich fand, dass wir uns jetzt bereits den dritten Tag nacheinander trafen. Er schlug das Restaurant bei mir um die Ecke vor, in dem wir beide schon mehrfach gewesen waren. „Ich habe mir auch Urlaub genommen ...", eröffnete er mir dann beim Essen. Aber das war noch nicht alles. „Wollen wir den zusammen verbringen? Zumindest einige Tage lang?" Ich sah ihn überrascht an, möglicherweise wurde mein Blick einen Moment lang fragend: „Warum eigentlich nicht, Wolfgang ... Vermutlich brauchen wir dann eine Extratasche nur für unsere Bücher ...", lachte ich. „Schön, das freut mich ... Ich habe dich doch nicht überfahren mit meinem Vorschlag, oder?" Ich griff nach seiner Hand, „Nein ... eine Überraschung war es schon ... es ist aber auch eine wunderbare Idee von dir ..." „Danke ..." „Hast du eine Idee, was wir machen wollen? Apartment an der Nord- oder Ostsee? Oder gar ein paar Tage in Dänemark? Natur und etwas Sonne wären schön ..." „Darf ich darüber etwas nachdenken?" „Na klar ..." „Darf ich fragen, hast du Beziehungskummer?", mit dieser Frage erwischte Wolfgang mich völlig auf dem linken Fuß, was für ein Themenwechsel. Ich war viel zu ...
... überrascht, um mir eine ausweichende oder halbwegs glaubhafte Antwort auszudenken, nickte nur stumm. Wolfgang griff nach meiner Hand, mit seiner anderen strich er mir über eine Wange, sah mich mitfühlend an. Bei mir brach augenblicklich der Damm und ich erzählte ihm von Thomas, den wenigen gemeinsamen Monaten und dass er jetzt nach München verzogen, und unser Kontakt damit abgebrochen war. Wolfgang hörte mir aufmerksam zu, sprach mir Trost zu, ließ zwei Ramazzotti kommen, mit denen wir wortlos miteinander anstießen. Später verbrachten wir die dritte Nacht in Folge gemeinsam, mal wieder bei mir. Liebten uns lange und sehr liebevoll. „Warst du gar nicht verwundert, dass ich mich auch mit Thomas traf?", fragte ich neugierig einen Moment danach, hatte bewusst „Treffen" als Umschreibung gewählt. „Ich war mir ziemlich sicher, dass sich eine junge und so attraktive Frau wie du sich nicht nur mit einem alten Dackel wie mir trifft ..." „Wolfgang ...", sagte ich etwas entrüstet, doch er hatte damit ja genau ins Schwarze getroffen, die Situation perfekt erahnt. Er strich mir über das Haar, während ich mich an ihn schmiegte, mich etwas schämte, mich aber auch über seine gelassene Reaktion wunderte. Diesmal war es Wolfgang, der früh rausmusste. Nun ging es ihm wie am Tag zuvor mir, dass er zum Wechseln seiner Bekleidung zuerst bei sich zu Hause vorbeimusste, bevor er zur Arbeit fuhr. „Ist dein Fahrrad aufgepumpt?", fragte mich Thomas am Telefon, kaum dass ich nach Dienstschluss ...