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Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif
... Kinder werde ich sicher nicht sein, ich wäre ein Greis, wenn sie ihre Ausbildung beginnen würden ..." „Wolfgang ...", antworte ich betreten. Er hatte ja recht, hatte es gerade auf den Punkt gebracht. „Dann lass uns wenigstens so tun, als wollten wir eines zeugen ...", formulierte ich flink. Er lachte, „Immer wieder gerne, Susanne, immer wieder sehr gerne!" Gleich danach vögelten wir mit einer Leidenschaft, wie wir es zuletzt in den glücklichen Tagen an der Algarve so oft getan hatten. Wolfgang war durch seine Reaktion auf meine „Neuigkeit" in meiner Achtung ein weiteres Mal sehr gestiegen, anstatt über ein sich abzeichnendes Ende sauer zu sein, zeigte er Realitätssinn und wünschte mir alles Gute. Ich war gerührt und nahm mir vor, unser kleines Geheimnis noch so lange auszukosten, wie ich es vertreten konnte ... Wieder war es nicht ich, die den Takt der Ereignisse bestimmte. Zwei Wochen nach meinem offenen Gespräch mit Wolfgang war Johannes mal wieder bei mir über das Wochenende zu Gast. Auf einem Ausflug, den wir nach dem Sonntagsfrühstück unternahmen, hielt er an einem Aussichtspunkt inne, kniete sich vor mir hin, holte ein kleines Schmuckkästchen aus der Tasche und machte mir einen Heiratsantrag ... Ich war wie vom Donner gerührt, nie im Leben hatte ich das kommen sehen oder gar erwartet. Schon gar nicht jetzt, zu einem Zeitpunkt, an dem wir uns gerade mal einige Monate kannten. Selbst mit Thomas und Wolfgang war ich länger zusammen als mit ihm. Ich ging ...
... auf die Dreißig zu, war, um ein Bild aus einer anderen Welt zu benutzen, beileibe kein „Neuwagen" mehr, hatte schon einige Kilometer und Vorbesitzer auf dem Buckel ... und ausgerechnet die wollte Johannes nun haben, obwohl er sie erst so kurz kannte? Er musste sich ja sehr sicher sein ... was für ein Vertrauen, was für eine Zuneigung zu mir. Als Johannes am Montagmorgen sehr früh aufbrach und zur Arbeit in seinen Betrieb fuhr, wurde mir klar, dass mich die Ereignisse mal wieder rechts überholt und mich in Zugzwang gebracht hatten. Noch am selben Tag rief ich Wolfgang an und lud ihn für zwei Tage später zu mir nach Hause zum Essen ein. Was ich mit ihm besprechen wollte, war nichts, was ich in der Öffentlichkeit, wie in einem Restaurant, tun wollte. Nach dem Essen erzählte ich ihm dann von Johannes Heiratsantrag. „Glückwunsch, Susanne! Ich hoffe, du hast nicht gezögert, ihn anzunehmen. Er scheint ja von der schnellen Truppe und sich in dir ganz sicher zu sein ..." „Ja ... und ja, ich habe seinen Antrag angenommen ..." „Das will ich auch für dich hoffen! Ergreif' die Gelegenheit und macht beide etwas daraus! Das verdienst Du!" Wolfgang fasste meine Hände, führte sie an seinen Mund, küsste sie. „Dann läuft unsere Zeit aus, meine Liebe ..." „Aber noch nicht heute ..." Die sich dann ergebende, sehr leidenschaftliche, emotionale und kurze Nacht sollte dann die letzte gewesen sein, die Wolfgang bei mir verbracht hatte. Das nächste Wochenende verbrachte ich wieder bei ...