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Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif
... des Polohemdes aufhörte, ein eher ovales Gesicht, mehr konnte ich bei einigen ersten flüchtigen Blicken nicht ausmachen. Ich ging am Café vorbei, verharrte einen Moment und überlegte kurz, ob ich jetzt wirklich bereit und willens war, das Café zu betreten und mich ihm zu erkennen zu geben. Mein Bauch sagte „ja", also drehte ich auf dem Absatz um, ging wieder an der großen Glasfront vorbei, betrat das Café, steuerte dann, bevor ich es mir doch noch anders überlegen würde, rasch seinen Tisch an. „Thomas?", sagte ich fragend, er sah zu mir hin, begann zu lächeln, faltete die Zeitung zusammen, legte sie ab und stand auf. „Dann bist du, Susanne ..." Ich nickte. Wir waren beide annähernd gleich groß, er vielleicht fünf Zentimeter größer, dabei recht schlank. Ich bemerkte, wie kurz von oben bis unten betrachtete, was mir gefiel. Ich war auf Figur stolz, trug Größe 36 oder 38, je nachdem wie die Begegnungsstücke geschnitten waren, hatte dabei einen nicht ganz kleinen Busen, 80 C, auf den schnell mal der Blick fiel. „Freut mich! Freut mich, dass du gekommen bist ..." „Danke ...", ich deutete mit einer Hand auf das „verabredete" Buch, „hast du mal reingeschaut, reingelesen?" „Ja ... eigentlich bin ich kein großer Leser, aber weil du das Buch ausgesucht hattest, war ich neugierig ... Hab' schon fast hundert Seiten gelesen ..." „Prima, freut mich ..." Ich setzte mich ihm gegenüber. Zumindest über das Buch konnten wir uns jetzt unterhalten. „Möchtest Du etwas trinken?" Ich ...
... nickte abermals und er winkte eine Bedienung herbei. „Ein Wasser und einen Milchkaffee bitte ..." Wir blieben, nachdem ich meine Bestellung aufgegeben hatte, einen Moment stumm, sahen uns etwas verlegen an. Thomas hatte blaue Augen, einen eher schmalen Mund, er schien etwas größer zu sein als ich, und auch ein wenig älter. Seine Stimme passte zu ihm, er hatte gepflegte Zähne und Hände. „Erzähl mir etwas über dich ...", bat ich ihn. „Wie ich heiße, weißt du ja jetzt ...", begann er humorvoll, „und auch wie ich aussehe ...". Ich lächelte, „bin 35, Single und arbeite im Vertrieb von (den Firmennamen, den er mir nannte, lasse ich mal weg). An dem besagten Abend hatte ich mit meinem Chef und einem Kunden ein Essen hier im Restaurant ... (lasse ich ebenfalls weg). Danach war ich noch etwas einkaufen und auf dem Weg zu meinem Auto fiel mir noch etwas zu dem Kunden ein, was ich sofort meinem Chef erzählen wollte, deswegen war ich in die Telefonzelle gegangen. Erst war seine Frau am Apparat, er war bisher nicht eingetroffen, fuhr dann aber genau in diesem Moment vor, sodass sie mich bat, in der Leitung zu bleiben ... dabei glitt mein Blick über die ganzen Kritzeleien ..." „Dann hast du mich angerufen ..." „Ja ziemlich spontan ... war wohl blöd ..." „Wir haben uns immerhin so gut unterhalten, dass wir uns jetzt hier treffen ..." „Ja stimmt ... Ich finde es mutig, dass du gekommen bist ..." „Ich auch ...", lachte ich, „zum Glück siehst du nett und vertrauenswürdig aus ..." ...