1. Anschluss unter dieser Nummer


    Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif

    ... „Oh danke ... verstehe ... hätte ja auch ein merkwürdiger Typ sein können ..." „Ja, hatte ich Angst, genau davor. Aber deine Stimme fand ich ruhig, vertrauenswürdig, dachte mir, riskier' es, wenigstens einen Blick ..." „Oh, dann habe ich diese Prüfung offenbar bestanden ..." Ein abermaliges Nicken von mir, ich lächelte dabei. „Ja!"
    
    „Und ich? Gefällt dir, was du siehst?" Thomas lächelte freudig, „Ja, wirklich ... sehr ... tut mir echt leid, was dir passiert ist ... Hast du Lust mir etwas über dich zu erzählen?" „Na ja, einiges weißt du ja auch bereits ... Ich komme eigentlich aus Bremen, habe nach meiner Ausbildung eine Zeit lang in Frankfurt gelebt und bin seit ein paar Jahren jetzt hier. Ich bin Einzelhandelskauffrau von Beruf, inzwischen 28 Jahre alt, arbeite wie du auch im Vertrieb, reise für meine Firma meist zwei, drei Tage pro Woche ..."
    
    Thomas nickte verständig, neben dem Buch gab es jetzt auch eine berufliche Sache, die wir teilten, über die wir uns unterhalten konnten.
    
    Wir plauderten danach etwas über berufliche Themen, darüber trank ich mein Wasser und meinen Kaffee aus.
    
    „Darf ich fragen, wie es zu deiner Telefonnummer in der Zelle gekommen ist?", kam Thomas recht unvermittelt auf den Grund für unser Treffen zurück. „Noch einen Kaffee vielleicht, oder kräftiger, einen Espresso?", fragte er. „Danke nein ... wenn ich ehrlich bin, würde ich darüber nicht so gerne hier sprechen ... Wollen wir vielleicht einen Spaziergang machen, ein großer Park ...
    ... liegt hier ganz in der Nähe, da gibt es weniger neugierige Ohren ..." „Gute Idee!"
    
    Thomas winkte erneut der Bedienung, bezahlte und wenige Minuten später liefen wir bereits durch den Park, trotz vieler Besucher hier, war uns niemand so nah, dass ich Bedenken hatte, über dieses heikle Thema zu sprechen.
    
    Ich erzählte Thomas von Jürgen, meinem Ex, einem verheirateten Kollegen, mit dem ich, da wir gelegentlich in denselben Hotels abstiegen, eine Affäre begonnen hatte. Da er ja „gebunden" war, war an ein mehr als miteinander ins Bett zu gehen nicht zu denken, was uns beiden allerdings auch gereicht hatte, wir es aber auch „nach Herzenslust" und „so oft wie möglich" praktizierten. Thomas erfuhr von mir ferner, dass die Beziehung nach zwei Jahren allmählich in schwieriges Fahrwasser geriet, weil mir an Jürgen immer häufiger Dinge missfielen: Er verdächtigte mich nach einiger Zeit, „ihn zu betrügen", hinter seinem Rücken auch mit anderen zu schlafen, er war eifersüchtig, manchmal wurde der Sex mit ihm grob ... Nach zwei ersten Trennungen hatte ich mich wieder von ihm bequatschen lassen, „er würde sich ändern", es habe jeweils großartige Versöhnungsvögeleien danach gegeben, ließ ich ihn wissen. Aber nach der dritten Trennung wäre ich eisern geblieben, hätte auf seine Anrufe nicht mehr reagiert, manchmal bei Freundinnen übernachtet, wenn ich seinen Wagen und ihn bei mir vor dem Haus entdeckt hatte ... „Vermutlich waren diese Texte seine Rache ...", beendete ich meinen ...
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