1. Anschluss unter dieser Nummer


    Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif

    ... Seelenstriptease.
    
    Thomas war sichtlich betroffen und drückte mir sein Bedauern aus. „Was für ein Arschloch ...", dazu nickte ich nur ... „Ich habe dir etwas mitgebracht ...", überraschte er mich und zog etwas aus der Tasche seines Blousons. Es war ein schwarzer Eddingstift, „Zeige dir nachher die Zelle, dann übermalst du das ..." „Danke, das ist nett ... das muss endlich aufhören ... ich trau' mich gar nicht mehr ans Telefon zu gehen, stöpsele es oft aus, wenn ich zu Hause bin ..." „Kann ich gut verstehen, würde ich auch so machen ..."
    
    Unser Gespräch wurde danach harmloser, locker, streifte viele andere Themen und die Zeit flog nur so dahin.
    
    „Langsam bekomme ich etwas Hunger ...", sagte ich. „Geht mir genauso, wenn ich ehrlich bin ...Darf ich dich vielleicht zum Essen einladen? Ich finde es toll, dass wir uns getroffen haben, mit dir kann ich mich richtig unterhalten!" Ich berührte Thomas dabei ein erstes Mal, hatte ihn am Arm gefasst. „Gute Idee ... und danke für das Kompliment, das gebe ich gerne zurück!", lachte ich.
    
    „Ich schlage das Restaurant vor, wo ich mit meinem Chef und dem Kunden war ... dann kommen wir auch an der Zelle vorbei und du kannst deinen Stift einsetzen ..." „Lass uns das sofort machen ...", antworte ich und hakte mich bei ihm unter.
    
    Einen kleinen Fußmarsch später waren wir wieder aus dem Park heraus und hatten die Telefonzelle erreicht, aus der heraus Thomas mich angerufen hatte. Zum Glück war niemand darin, er hielt mir die Tür auf, ...
    ... während ich bereits nach dem Edding in meiner Handtasche kramte. Dann war es auch schon erledigt, ich hatte den betreffenden Text übermalt. Thomas hielt nach wie vor die Tür auf und hatte sich umgesehen, vermutlich hatte uns niemand bei unseren Aktivitäten zugesehen.
    
    „Das wäre geschafft ... komm, nun lass uns essen gehen!"
    
    Das Restaurant, das Thomas vorgeschlagen hatte, weil er dort schon mit seinem Chef gegessen hatte, war ein Italiener. Zum Glück, irgendwas anderes, sehr exotisches, scharfes oder kompliziert zu essendes, hätte mich in diesem Moment überfordert. Thomas entschied sich rasch schlicht für eine Pizza, ich für Penne mit gebratenem Lachs und einer Sahnesoße. Schnell führten wir unsere angeregte Unterhaltung fort. Ein Glas Wein folgte dem nächsten, selbst zu einem kleinen Dessert ließen wir uns hinreißen, dann näherte sich das Essen unweigerlich seinem Ende.
    
    Beide holten wir nahezu gleichzeitig Luft, um dem anderen etwas zu sagen, mussten darüber sogleich in Lachen ausbrechen. „Du zuerst!", lachte ich. „Nein, du!", antwortete Thomas hartnäckig. Ich drehte eine Hand nach oben, deutete auf ihn, ließ ihm den Vortritt. „Bitte Thomas ... du ..."
    
    „Mir hat das Treffen mit dir sehr gefallen ... Nie hätte ich erwartet, dass daraus ein so schöner Nachmittag und Abend wird ... Ich danke dir, Susanne!" „Thomas, ich danke dir ebenfalls ... für deinen ersten Anruf, unser Gespräch ... für den Mut, in das Café zu kommen ... für das verständige Zuhören beim Erzählen dieser ...
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