1. Venus und Adonis


    Datum: 17.09.2026, Kategorien: Verführung

    ... Blick über die Szene schweifen, seine Miene unbewegt, doch seine Augen blitzten. Dann schaute er Richtung Schlafzimmer. Durchwühlte Decken lagen wie Beweise eines Verbrechens auf der Matratze.
    
    Langsam trat er hinein.
    
    Er berührte die Laken, fuhr mit der Hand über das Kissen, als wollte er die Hitze spüren, die noch immer darin gespeichert war. Er bemerkte ebenso die Blüten, die im Bette verstreut lagen. Er kam zurück in die Küche und erblickte eine der blutroten Anemonen in Antonius" Haar.
    
    Dann holte er aus.
    
    Die Backpfeife traf Antonius mit der Wucht eines Schlossers, der etwas zu richten hatte. Sie ließ sein Gesicht zur Seite schnellen. Er schmeckte Kupfer.
    
    "Dir werde ich lehren, wie man sich benimmt," grollte Bert, seine Stimme dunkel wie Donner.
    
    Vera zuckte zusammen, halb nackt, nur in diesem verwünschten durchscheinenden Tuch, das ihre sündige Blöße mehr offenbarte als verhüllte.
    
    "Du schamloses Flittchen!", wandte er sich Vera zu, "du nichtsnutzige, dauergeile Schlampe! Ich schufte mir den Rücken krumm und du lässt dich von diesem milchgesichtigen Jüngelchen durchvögeln wie eine rollige Katze?! Ich hoffe doch, er hat dich so hart und ausdauernd gefickt, dass deine Sucht nach Seitensprüngen ein für allemal befriedigt ist!"
    
    "Und du weichgewaschenes Lustgör im Körper eines Jünglings!", knöpfte er sich Antonius vor, "was glaubst du eigentlich, wer du bist? Ein Gott aus dem Olymp, ein Adonis, der sich jede Frau nehmen kann? Ein geleckter Schönling, der ...
    ... die Hosen runterlässt und sich für unwiderstehlich hält?! Ich hoffe, das goldgelockte Mädchen hat am Ende auch schön abgespritzt, um ja nichts auszulassen!"
    
    Bert holte erneut aus - und die zweite Ohrfeige ließ ihn beinahe vom Stuhl kippen.
    
    Vera riss die Hände an den Mund, ihre Augen vor Sorge mit Tränen gefüllt. Doch Antonius rührte sich nicht.
    
    Sein Gesicht pochte, sein Herz raste - doch sein Innerstes schrie nicht nach Reue. Er wusste, dass die Freuden, die er erlebt hatte, diese Schmerzen bei weitem überwogen. Ja, er würde es wieder tun.
    
    Bert atmete schwer. Sein Brustkorb hob und senkte sich, während seine Wut sich entlud.
    
    Dann wechselte sein Blick von Vera auf Antonius und zurück.
    
    Und da war es - kaum merklich, doch eindeutig.
    
    Etwas Berechnendes huschte wie ein Schatten über sein Gesicht.
    
    Und er fuhr fort, seine Stimme ruhiger, bedächtiger - fast, als hätte er sich darauf vorbereitet. Er verschränkte die Arme vor seiner Brust.
    
    "Ich ahnte, dass Vera einem Jüngling wie dir nicht lange widerstehen würde." Er machte eine Pause, sein Blick streifte über seine Frau, die nun mit gesenktem Kopf dastand.
    
    "Und ich weiß um ihr übergroßes Bedürfnis, begehrt zu werden und ihren Trieb befriedigt zu bekommen."
    
    Antonius spürte, wie ihm die Kehle trocken wurde.
    
    "Aber," fuhr Bert fort, "einen Skandal wie den letzten, mit einem Armeeoffizier und seinen Fesselungskünsten mit einem Tarnnetz zur Steigerung des Verlangens, und den Ruf der Feuerwehr, die den ...