1. Megan - Unter Palmen


    Datum: 21.09.2026, Kategorien: Transgender,

    ... mal davon aus, dass wir den heute nicht mehr benötigen", grinste Ashley. „Megan wird dich bestimmt gleich ficken."
    
    Und ich dachte nur:Und wie ich das würde.
    
    Epilog
    
    Die Nacht war wild und kurz - wie so viele weitere Nächte danach. Man verliert irgendwann den Überblick, wie oft man gefickt hat, wenn das Bett eh mehr als Möbelstück mit Matratze betrachtet wird. Bei uns war es eher ein Schlachtfeld mit wechselnden Allianzen. Ich weiß nicht, wie oft wir vier übereinander, nebeneinander, ineinander lagen. Jedenfalls waren es genug Nächte, dass irgendwann selbst die Hunde der Nachbarn aufhörten, nachts zu bellen - wahrscheinlich, weil sie längst traumatisiert waren.
    
    Am 34. Geburtstag meiner Tante kam dann der große Knall. Vickie stand auf, räusperte sich bedeutungsschwanger wie eine drittklassige Schauspielerin auf einer Provinzbühne, und verkündete mit glasigem Blick: „Wir werden Eltern."
    
    Bämm. Die Bombe war geplatzt.
    
    Das war einer dieser seltenen Abende, an denen auch Mutter in der Finca herumspukte. Nicht, weil sie plötzlich Interesse am Familienleben entwickelt hatte - sondern weil ihre Assistentin ihr den Termin falsch eingetragen hatte. Ich sehe ihr Gesicht heute noch so deutlich vor mir, als wäre es in Marmor gemeißelt. Diese Mischung aus Schock, Fassungslosigkeit und einer Prise: „Bitte sagt mir, dass das eine schlechte Pointe ist."
    
    Ashley grinste breit, wie ein Kind, das heimlich die Torte angeleckt hat, und legte eine Hand auf Vickies Bauch. Dann ...
    ... küsste sie sie liebevoll - und das war der Moment, in dem meiner Mutter endgültig die Gesichtszüge entglitten. Die Nummer mit dem Schwangerschaftsglück. Kitschiger ging's kaum. Und während meine Tante also ihre Lebensgefährtin öffentlich abfeierte, stand meine Mutter daneben wie die letzte Touristin, die das Taxi verpasst hat.
    
    Biologisch gesehen war die Sache natürlich völliger Quatsch. Ich habe sofort nachgerechnet. Der letzte Fick, bei dem ich Vickie in die Muschi gevögelt hatte, lag zu weit zurück. Seitdem nur noch Anal - ihr Lieblingssport. Blieb also nur Alejandro übrig. Ich wusste ja, dass Vickie auch auf meinen Freund stand. Aber das, dass Kind von ihm sein musste. Na ja, mein Spielgefährte sah nun mal blendend aus, war knuffig und herzensgut.
    
    Mir war's egal. Am Ende war es nicht mein Problem, wessen Gene sich da weiterpflanzten.
    
    Alles andere blieb beim Alten. Ich schrieb weiter meine Klausuren an der Universität der Balearen, Alejandro ebenso. Nur dass ich morgens nicht mehr allein auf der Rückbank eines schwarzen SUVs saß, während eine Personenschützerin mich durch die engen Gassen chauffierte. Jetzt saß Alejandro neben mir. Security hatte sich damit abgefunden, dass sie plötzlich nicht nur zwei Personen beschützen mussten, sondern gleich vier - und wenn alles gut ging, bald fünf. Das bedeutete für sie: weniger Schlaf, mehr Augenringe, mehr Kopfschmerzen. Für uns: unbezahlbare Unterhaltung.
    
    Und Mutter?
    
    Die hetzte weiter von einer Vorstandssitzung zur ...