1. Forschungsmission auf fernem Planet


    Datum: 05.10.2026, Kategorien: Inzest / Tabu

    ... unterwegs, mit den Erkundungsdrohnen, bei den Messstationen am Waldrand, oder im Biolabor, wo ich Keimtests an unbekannten Samen durchführte. Wir entdeckten Farne, die bei Berührung winzige Lichtblitze abgaben. Blüten, deren Nektar in der Luft kristallisierte. Tiere mit sechs Beinen, die wie stämmige Vögel wirkten, aber durch das Unterholz rannten, als wären sie Rehe.
    
    So vergingen die Tage. Arbeit, Essen, kurze Gespräche, Schlaf.
    
    Und irgendwann begann ich zu merken, dass mein Vater anders wirkte. Er stürzte sich zwar wie immer in seine Arbeit -- akribisch, fast unermüdlich --, aber manchmal hielt er inne, wenn er dachte, dass ich es nicht sah. Dann blickte er durch die Fenster hinaus in den Dschungel, als würde er dort etwas suchen.
    
    Manchmal, wenn er mich bei einer Arbeit beobachtete, war in seinen Augen ein kurzer Ausdruck, den ich nicht genau deuten konnte. Nicht Traurigkeit, aber... vielleicht Einsamkeit.
    
    Vielleicht bildete ich mir das alles nur ein, aber die Gedanken ließen mich nicht los.
    
    Mein Vater war schon immer sparsam mit Berührungen gewesen -- nicht unfreundlich, nur... zurückhaltend. Für ihn drückte Zuneigung sich eher in klaren Worten oder in gemeinsam verbrachter Zeit aus.
    
    Mit meiner Mutter, seiner Frau, war das anders. Da hatte ich gesehen, wie er ihre Hand hielt, wie er sich im Vorbeigehen leicht an sie lehnte, wie er bei ihr eine Wärme zeigte, die er sonst kaum nach außen trug.
    
    Und so kam mir ein Verdacht: Vielleicht vermisste er ...
    ... sie einfach. Vielleicht mehr, als er zugeben wollte.
    
    Eines Abends, beim Abendessen, sprach ich es an -- vorsichtig, fast nebenbei. „Vater... fehlt dir Mama?"
    
    Er sah kurz auf, als hätte ich ihn aus einem tiefen Gedankengang gerissen. Dann wandte er den Blick wieder seinem Teller zu und murmelte etwas von „alles in Ordnung" und „es gibt hier wichtigere Dinge zu tun". Das war das Ende des Gesprächs.
    
    Aber in mir nagte es weiter.
    
    Am nächsten Morgen, als er aus seinem Quartier kam, trat ich ihm in den Weg, lächelte -- und legte einfach die Arme um ihn.
    
    Er erstarrte. Seine Hände blieben in der Luft hängen, als wüsste er nicht, was er damit tun sollte. „Ähm... guten Morgen?" meinte er zögerlich.
    
    Ich tat, als wäre das völlig normal, und ging danach meiner Arbeit nach.
    
    Am Tag darauf wiederholte ich es. Diesmal brauchte er keine Sekunde, um zu reagieren. Seine Arme schlossen sich um mich, fest und warm. Und als ich mich wieder lösen wollte, hielt er mich noch einen Moment länger fest -- so, als wollte er diesen Augenblick nicht zu schnell loslassen.
    
    Die Umarmungen wurden Routine. Jeden Morgen, bevor wir uns an die Arbeit machten, nahm ich ihn in den Arm.
    
    Am Anfang schien es ihm gutzutun. Seine Augen wurden weicher, seine Schultern entspannten sich ein wenig. Aber schon nach ein paar Wochen merkte ich, dass es immer nur ein kurzes Hoch war -- ein Moment Wärme, der bald wieder verblasste.
    
    Es war, als könnte ich ihm damit nicht das geben, was er wirklich ...
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