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Die Abenteuer der Maya Klein 14
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Maya?" „Wie meinst du das?" „Na, sie wird kaum ihre Kräfte dosieren, wenn sie jemanden ausschalten muss, oder? Für sie war das Ziel klar, sie wollte uns retten. Und wie hätte sie das sonst allein tun können? Die Männer hätten sich gegenseitig gewarnt und kurz darauf wären wir alle tot gewesen oder säßen immer noch in diesem Keller mit ungewissem Ausgang. Nein, Bommel! Ich bin froh, dass sie so gehandelt hat. Für mich geht das klar. Ich werde irgendwann wieder gut schlafen können, wenn mich die Schmerzen lassen." Die belgischen Soldaten waren voller Aufregung, als die beiden Frauen aus dem Gebäude traten. Fasziniert von dem Anblick, der sich ihnen bot, tuschelten die Kämpfer aufgeregt miteinander, während die Riesin und ihre kleine Begleiterin von drei KSK-Soldaten zu einem Hubschrauber geleitet wurden. Maya und Melissa trugen immer noch ihre Ausrüstung, setzten sich in den Transportraum und lehnten sich aneinander an. „Danke, Türmchen", flüsterte Melissa. Maya hatte gerade einen ihrer Riegel ausgewickelt, hineingebissen und musste erst fertig kauen, bevor sie fragen konnte. „Wofür?" „Na, Musti wäre jetzt tot ohne dich", meinte Melissa. „Ich kann ihn schon irgendwie leiden, bin selbst überrascht." Maya lächelte, schüttelte dann aber den Kopf. „Dass er ohne mich gar nicht hier eingesetzt worden wäre, ist dir nicht klar?" Melissa blickte erstaunt zu Mayas Gesicht auf. „Fuck! Gut, aber dafür kannst du nichts. Glaub das ja nicht, hörst du? Sonst ...
... klopp ich dich!" Die Riesin reagierte nicht, schloss ihre Augen und atmete tief durch. „Wie viele waren es?" „Achtundzwanzig! Tut mir leid, Türmchen. Ich weiß, das ist schwer zu verpacken." Maya verneinte zu ihrer Überraschung. „Es ist doch immer dasselbe! Jeder von ihnen hätte sich darüber gefreut, mich zu killen, oder?" Ihr Kopf neigte sich zur Seite, sodass sie auf Melissa heruntersehen konnte. „Das steht fest", gab ihr von Krolm recht. „Weißt du, was mich getrieben hat? Die Schreie von Erich! Ich habe sie schon vom Zaun aus gehört." „Das muss krass gewesen sein", versuchte Melissa sich das vorzustellen. „Tut mir leid, Türmchen. Ich finde nur blöde Worte." „Es tat weh! So richtig, meine ich." „Und bei den anderen? Ich meine, wenn sie nicht sofort gestorben sind." Maya schien für einen Moment verwirrt. „Weiß nicht! Ich habe nur ihn gehört." „Wie fühlte es sich an, wenn man tötet?", fragte Melissa weiter. Sie klang nicht so, als ob sie sonderlich emotional involviert wäre. „Aufregend? So wie in einem Film. Ich bin immer wieder selbst erstaunt, wie gut ich das kann. Wenn es soweit ist, fällt es mir unglaublich leicht." „Bereust du es?", fragte Melissa. Maya schüttelte unmerklich den Kopf. „Nein. Dabei müsste ich es doch, oder?" „Find ich nicht. Menschen haben sich schon immer gegenseitig gekillt und die Typen im Schloss haben, ganz im Gegensatz zu vielen anderen, freiwillig diesen Job ausgeübt." Die Riesin nickte und griff mit ihrer ...