1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... raushalten. Sie würde sowieso nicht hören. Melissa hasst Schwäche. Lieber wird sie im Anschluss gekündigt, als jetzt das Gefühl vermittelt zu bekommen, versagt zu haben."
    
    „Ich leg auf, ja? Vielleicht zählt jede Sekunde!"
    
    „Viel Glück! Wenn Sie die Möglichkeit haben, Klein, passen Sie bitte auf meine Tochter auf!"
    
    Das Gespräch fand ein Ende. Maya gab Melissa ihr Handy zurück, dann deutete sie auf den Wald. „Ich gehe voraus und markiere für euch Gefahrenpunkte. Diese gebt ihr dann an die Verstärkung weiter. Jürgen und Erichs Transponder wurden deaktiviert. Man geht davon aus, dass sie gefangengenommen oder getötet worden sind. Bitte! Keine Risiken! Muss ich euch helfen, sterben vielleicht Mangold und seine Männer, wenn sie überhaupt noch am Leben sind." Mayas Stimme klang blechern aus dem Helm heraus.
    
    Die beiden Kollegen zeigten sich erschrocken. Auch Melissa verlor ihre Lässigkeit. „Scheiße! Bitte sei vorsichtig, Türmchen. Die wollen es glaub ich wissen."
    
    Maya ließ sich von Melissa weitere Riegel geben und noch Extramunition. Beides würde sie nötig haben. Es war umständlich, mit Maske zu essen, aber es gab eine Öffnung dafür im Helm und wenn es nötig wurde, musste es irgendwie gehen.
    
    „Ihr folgt mir sofort! Die Route seht ihr auf der Karte. Passt auf Stolperdrähte auf! Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich auch auf diese Weise abgesichert haben."
    
    Melissa blickte zu ihr auf. „Woher nimmst du das? Du hörst dich an wie ein Veteran."
    
    Die Riesin im ...
    ... schwarzen Panzer hob ihre Arme. „Ich weiß es auch nicht, Mel. Es ist einfach da." Maya wandte sich Richtung Osten, dann sprintete sie los. Zehn Sekunden später war nichts mehr von ihr zu erahnen.
    
    Ihre beiden Kollegen sahen ihr verwirrt nach, dann hob Melissa ihr Handy und kontrollierte die interaktive Karte. „Los! Sonst hängt sie uns ab, Bommel!"
    
    Maya hatte zwei Kilometer zurückgelegt und tatsächlich zwei Antipersonenminen gefunden. Dabei war es nicht sie, die diese entdeckt hatte, sondern Summ. Die kleine KI-Drohne flog voraus und stöberte nach Auffälligkeiten wie ein Spürhund. So fand sie auch eine mit Tarnnetzen überdachte Stellung, etwa dreihundert Meter nordwestlich von ihrer jetzigen Position.
    
    Von oben durch Brumm nicht auszumachen, hatte Summ sie in Erdnähe ohne Probleme erspäht. Sechs Männer in Tarnanzügen, gut bewaffnet mit Maschinenpistolen, standen neben zwei großen schräg aufragenden Rohren, welche von massiven Zweibeinen gestützt wurden. Maya kannte solche Geräte nicht, ahnte aber, dass es sich bei ihnen um Waffen handeln musste.
    
    Sie aktivierte die Helmkameras, gab eine Kartenmarkierung ein, dann nahm sie Anlauf. Wie in Zeitlupe sprintete sie auf die sechs friedlichen Männer zu, welche sie erst bemerkten, als sie direkt über ihnen stand. Einer versuchte noch seine Waffe auf sie anzulegen, da hatte sie mit ihrer Faust seinen Helm eingeschlagen, sodass darunter das Blut in alle Richtungen spritzte. Ein Tritt nach rechts und ein zweiter Kämpfer flog gegen eines ...
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