1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Saschas Stimme. „Ich habe das mit Saskia beendet. Sag ihr das bitte! Es tut mir leid!"
    
    Nadja schien jetzt endgültig die Schnauze voll zu haben. „Dann hast du gleich zwei Frauen wehgetan, gratuliere. Vor allem, wo sie bisher auch noch befreundet waren. Ganze Arbeit! Du kannst stolz auf dich sein."
    
    Die Tür knallte zu, dann hörte Maya die energischen Schritte ihrer Mutter. Sie schien außer sich vor Wut zu sein.
    
    „Was für ein Kretin! Wie hat er uns so täuschen können?"
    
    Maya schloss ihre Augen. Schlaf! Wie sehr sie sich jetzt einen leeren Kopf wünschte. Dass es Saskia jetzt genauso ging wie ihr selbst, verschaffte ihr keinen Trost. Ganz im Gegenteil. Vielleicht hatte sie sich in Sascha verliebt? Er war ein Charmebolzen und wusste genau, welche Knöpfe er bei Frauen drücken musste. Aber verzeihen? Nein! Sie glaubte nicht, dass sie das konnte.
    
    Mit einem hatte ihre Mutter recht. Sascha zeigte eine Seite, die hässlicher und dunkler nicht sein konnte. Hätte er ihr wirklich gesagt, dass sie bei ihren Einsätzen getötet hatte? Nur um seinen Betrug an ihr zu rechtfertigen?
    
    Sie drehte sich auf ihren Rücken und blickte zur Decke auf. Früher hatte sie sich immer gefragt, ob sie irgendwann im Liegen, wenn sie ihren Arm ausstreckte, mit ihren Fingerspitzen die Decke berühren konnte. Wie dämlich das eigentlich war und wie sehr sie sich nach dieser Zeit sehnte, als sie noch die Muße ...
    ... hatte, sich mit solchem Unsinn zu beschäftigen.
    
    „Ist sie da?", hörte Maya eine Stimme. War sie doch noch eingeschlafen?
    
    „Sie ist in ihrem Zimmer, Lars. Ich glaube nicht, dass sie jemanden sehen möchte."
    
    Mayas Augen weiteten sich. War wirklich Saskias Vater hier? Was konnte er wollen? Sie mochte diesen Mann, allein die Vorstellung, ihn und Sandra...
    
    „Ich wollte mit ihr sprechen, verstehe aber auch, dass sie jetzt niemanden sehen möchte. Es wird sie nicht trösten, aber meiner Tochter geht es ähnlich wie ihr. Sascha hatte ihr versprochen, sich von Maya zu trennen, damit sie nicht mehr lügen muss."
    
    Maya schüttelte den Kopf. Sie hatte geglaubt, dieses Arschloch zu kennen!
    
    „Ich würde euch gerne jemanden dalassen. Sie wird deiner Tochter helfen, Nadja! Lass es bitte zu!"
    
    Maya liefen jetzt unkontrolliert die Tränen. Sie hörte Wilma schnüffeln und hörte sie jetzt jaulen. Der Hund schien längst zu spüren, dass sie hier war.
    
    „Danke, Lars! Grüß Sandra bitte. Und natürlich auch Günther und Saskia. Für seine Liebe kann man nichts. Das weiß auch Maya. Gebt ihr Zeit!"
    
    Die Tür schloss sich, dann kratzte es auch schon an ihrer Tür.
    
    „Hier ist jemand für dich, Schatz! Lars hat gemeint..."
    
    „Ich weiß, Mutti!" Maya setzte sich auf den Bettrand und schloss die große Hundedame in ihre Arme. Wilma winselte, wedelte mit dem Schwanz, dann leckte sie der großen Frau über das Gesicht. 
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