1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... wenn du hier fertig bist."
    
    Sie dankte den beiden, umarmte sie flüchtig, dann folgte sie Melissa in die Mensa. Dort war um diese Zeit niemand mehr, sie hatten aber von Luchs die Erlaubnis, sich an allem zu bedienen, was da war.
    
    So gingen sie an die riesigen Kühlschränke, nahmen sich Flüssigei, Toast, Schinken und Salami, suchten sich Gemüse und Obst zusammen und häuften alles auf der langen Anrichte auf. Melissa machte Rührei und Schinken, Maya Toast. Sie fanden ein Radio, schalteten es ein und hörten den erstbesten Sender. Zusammen schnitten sie Gemüse und Obst, aßen nebenbei und fanden in eine Stimmung hinein, die nicht zum zurückliegenden Ereignis passen wollte.
    
    Mittendrin klingelte Melissas Telefon. „Hey Serki! Ich mache gerade mit Maya einen Abendsnack. Geht es dir gut? Wie war dein Tag?", fragte sie in einem neutralen Plauderton. Immerhin schien sie sich über seinen Anruf zu freuen.
    
    Maya schaltete ab. Die beiden mussten jetzt allein sehen, wie es zwischen ihnen weiterging. Mit Sorge dachte sie an die Psychologin. Sie ahnte, dass Luchs' Macht nicht ausreichen würde, diese Frau von ihr fernzuhalten. Sie arbeitete selbstständig im Präsidium und suchte auf ihre Weise die Beamten zu unterstützen und zu beschützen.
    
    Melissa trat aus der Küche heraus, ohne sich noch einmal zu ihr umzusehen. Wahrscheinlich waren die beiden am Turteln. Krass! Maya hätte niemals daran gedacht, dass Melissa jemanden an sich heranlassen wollen würde. Bumsen ja. Aber mehr?
    
    In ...
    ... diesem Moment wünschte sie sich einen Anruf von Sascha. Dass er ausblieb, ärgerte sie. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass er sich zu wenig Gedanken um sie machte. Immerhin war sie mit dem Hubschrauber zu einem Einsatz abgeholt worden.
    
    Und vor wenigen Stunden? Hatte das zwischen ihnen nicht noch ganz anders ausgesehen? Diese Unsicherheit nervte sie. Warum konnte sie 28 Männern souverän das Leben nehmen, war aber ihrem Freund emotional ausgeliefert? Was ging da mit ihr? Was passierte da in ihrem Unterbewusstsein? In diesem Moment fragte sie sich, ob sie mit der Psychologin darüber sprechen durfte. Sie verwarf im nächsten Augenblick diese Idee wieder. Es wäre töricht gewesen. Wahrscheinlich würde diese Frau dann wirklich an ihrem Verstand zweifeln.
    
    Sie aß weiter, während draußen im Gang Melissa telefonierte. Immer wieder hörte sie deren heiteres Lachen. Maya schüttelte den Kopf. Sie wusste ja, dass mit ihr etwas nicht richtig war, aber was stimmte mit Melissa nicht? Es dauerte länger bei den beiden. Nicht außergewöhnlich für die Zeit des Kennenlernens. Schienen die beiden doch mehr ineinander zu sehen? Freute sie sich darüber? Sie wusste es nicht genau. Sie dachte an Can und Jeane. Sie hatte sich oft gefragt, was passieren würde, wenn die beiden sich trennen würden.
    
    „Frau Klein?" Die Psychologin stand in der Zugangstür zum Küchenbereich und blickte fordernd in ihre Richtung. „Sie wissen, dass ich das Gespräch mit Ihnen suchen muss. Würden Sie mir die Gelegenheit für einen ...
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