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Die Abenteuer der Maya Klein 14
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... studiert und zwanzig Jahre Klinikerfahrung. Also versuchen Sie nicht, mich kleinzureden. Das wird nichts an meiner Einschätzung ändern." „Und was ist Ihre Einschätzung?", wollte von Krolm wissen. „Dass man bei Frau Klein ein unterbewusstes Verarbeiten der Vorfälle nicht ausschließen kann. Sie braucht Zeit und Beobachtung. Ich werde sie für einen Monat beurlauben und dabei mehrere Sitzungen anordnen, in denen ich sie beurteilen möchte. Wir werden dann sehen, inwieweit sie zu weiteren ihrer Einsätze bereit ist, Frau von Krolm." Die Leiterin der Einsatzzentrale blieb gelassen. „Gut, ich werde Ihr Wirken unterstützen. Sollten Sie aber auf einen bloßen Verdacht hin Frau Kleins Karriere bei uns negativ beeinflussen, wird Ihnen harscher Gegenwind entgegenschlagen." Die Psychologin starrte von Krolm wütend an. „Sie drohen mir?" „Nein! Ich prophezeie. Der Einsatz heute ist zum Politikum zwischen Deutschland und Belgien geworden. Dank dem Wirken von Frau Klein konnten zwei Familien aus ihrer Geiselhaft befreit werden. Nach den Berichten in den Medien haben es die Bewacher mit der Angst bekommen. Wahrscheinlich befürchteten sie, dass unsere Kollegin auch sie heimsuchen könnte. Zwei Frauen und fünf Kinder! Unter anderen Umständen wären sie wahrscheinlich gestorben. Aber das interessiert Sie wahrscheinlich auch nicht, Ihnen geht es einzig um das Wohl von Frau Klein." Von Krolm lächelte. „Danke, Maya! Du leistest mehr, als wir imstande sind zu begreifen. Das geht übrigens ...
... auch den Kollegen vom KSK so. Eigentlich wäre es ihr Job gewesen, die Geiseln zu befreien." Sie nickte zu der jungen Frau auf. „Lassen Sie sich nach Hause fahren, wenn Sie hier fertig sind! Die Küche weiß Bescheid, sie räumt das morgen für Sie auf." Maya zeigte einen hilflosen Gesichtsausdruck, während die Psychologin an sie herantrat. „Vier Wochen Beurlaubung, Frau Klein! Abgesehen von unseren Terminen möchte ich Sie hier nicht sehen. Das meine ich ernst. Da kann die Leitung hier sich auf den Kopf stellen. Ich werde mich in diesem Punkt durchsetzen." „Okay!" Mehr kam nicht über Mayas Lippen. Sie wartete, bis die beiden Frauen die Küche verlassen hatten, dann nahm sie sich noch etwas Ei. Würde Melissa gleich zurückkommen? Es sah nicht danach aus. Vielleicht wegen ihrer Mutter? Sie lächelte. Vier Wochen Freizeit? Geil! Sie fühlte, dass sie diese gut gebrauchen konnte. Kurz hatte sich Melissa noch von ihr verabschiedet, dann wollte die Kollegin unbedingt nach Hause. Schlaf! Es war jetzt 1 Uhr vorbei. Niemand zu Hause Die drei Kollegen der Bereitschaftsmannschaft zeigten betroffene Gesichter, als Maya ihnen von den vier Wochen Pause berichtete. Für sie hieß es jetzt wohl wieder Normaldienst schieben. Konkretes vom Einsatz in Belgien wussten sie nicht. Die drei fragten natürlich, aber Maya hielt sich bedeckt. Sie meinte nur, dass es ziemlich anstrengend gewesen war und sie jetzt fertig sei. „Also zu den Henschels?", fragte Dieter. „Nein! Könnt ihr mich nach ...