1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... dieses Komplotts gewesen, seine Befürchtung hatte sich bewahrheitet. Dass Lemmens selbst sehr schlecht aussah, hatte er sich nicht erklären können. Irgendetwas stimmte auch mit ihm nicht.
    
    „Sie entladen bitte für uns deutlich sichtbar ihre Waffen und legen sie, jeder für sich, in einen Korb, welchen wir gleich zu Ihnen herunterlassen werden. Bitte kooperieren Sie, es wäre schade, wenn wir an jemandem von Ihnen ein Exempel statuieren müssten."
    
    Erich blickte ängstlich nach oben, während Jürgen relativ beherrscht blieb. Er wandte sich an Mangold und bat ihn darum, ihre Lage einzuschätzen.
    
    „Ich habe die Einsatzleitung um Verstärkung gebeten, doch unser Kommunikationssystem wird aktiv gestört. Seitdem wir das Schlossgelände erreicht haben, geht gar nichts mehr." Mangold wandte sich besorgt an Mustafa, der gerade dabei war, seine Waffen zu entladen. „Ihr bleibt alle ruhig und folgt den Anweisungen dieser Schweine. Entweder es bietet sich uns eine Gelegenheit, oder wir warten auf Hilfe. Solange sie uns nicht töten, haben wir eine Chance. Und die ist größer, als ihr glaubt!" Er nickte den beiden Riesen zu, dann wandte er sich an Olaf und Mustafa. Letzterer schien zu ahnen, worauf er hinauswollte.
    
    Über ihnen öffnete sich eine Luke und ein großer Transportkorb wurde heruntergelassen. Die ganze Vorrichtung schien antik zu sein, erfüllte aber in diesem Moment ihren Zweck.
    
    „Einer nach dem anderen! Verkomplizieren Sie bitte ihre Lage nicht. Es täte mir leid", klang von oben ...
    ... eine freundliche Stimme mit niederländischem Akzent herunter.
    
    Die Männer des SEK folgten den Anweisungen und legten jeder seine persönlichen Waffen in den Korb. Sie hörten über sich Stimmen, dann wurde das Behältnis wieder nach oben gezogen.
    
    „Wir lassen den Korb gleich wieder herunter! Wir ziehen Sie dann einzeln der Größe nach hoch. Wehren Sie sich, werden wir einen Ihrer Kollegen erschießen."
    
    Mangold schloss seine Augen, dann nickte er seinen Männern zu. Diese Ratten waren vorsichtig und schlau. „Haltet euch an meine Befehle! Wenn wir hier eine Chance haben rauszukommen, dann nur über Zeit."
    
    Ein Dutzend Männer nahm Mustafa als Letzten in Empfang. Kaum dass er sich aus dem Förderkorb gelöst hatte, bekam er den Kolben eines Gewehres ins Gesicht geschlagen, taumelte in die Arme zweier Männer, wo ihm die Hände auf den Rücken gebunden wurden. So fest, dass die Fesseln, wahrscheinlich Kabelbinder, in seine Haut schnitten.
    
    „Komm mit!", herrschte ihn ein Mann mit markantem Gesicht an. Mustafa wurde übel. Auch die anderen Männer verzichteten darauf, ihre Köpfe zu bedecken, was für ihn und seine Kollegen nur eines bedeuten konnte. Sie alle sollten diese Mauern nicht mehr lebend verlassen.
    
    Über schmale wie niedrige Gänge des Torhauses gelangten sie zu einem steinernen Wendelgang, welcher in den Hof führte. Von dort aus ging es weiter in den gegenüberliegenden Teil des Schlosses, wo er über eine moderne und gut ausgeleuchtete Treppe in das Kellergeschoss geführt wurde. ...
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