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Die Abenteuer der Maya Klein 14
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... wollte ihm Glauben schenken, doch konnte sie es nicht. Seine Lügen klangen dazu viel zu professionell. „Und da schläfst du neben ihr im Bett? Die haben doch eine große Couch in der WG, auf der du hättest schlafen können." Einige Sekunden verstrichen, dann kam auch hier die Erklärung. „Sie hat den Wein nicht gut vertragen. Ich hatte Angst, dass sie sich übergeben muss. Wie hätte ich da auf der Couch schlafen können?" „Dann wecke sie jetzt! Ich möchte mit ihr sprechen!", forderte sie von ihm. „Sie schläft! Bitte Maya! Beruhige dich, okay? Du regst dich umsonst auf." Seine Stimme klang in diesem Moment flehentlich. „Also lügst du mich jetzt nicht an?", fragte sie ihn. „Nein! Wirklich nicht! Bitte! Ich steige ins Auto und fahr los. Lass uns reden!" Maya schüttelte den Kopf. „Gib sie mir! Aber so, dass ich alles hören kann!" „Traust du mir wirklich so etwas zu?", fragte Sascha noch einmal. „Wir verstehen uns doch perfekt. Warum sollte ich das mit solch einer dummen Aktion aufs Spiel setzen?" „Das weiß ich nicht, Sascha. Aber wer einmal lügt..." Statt einer Antwort hörte sie wieder seine Schritte. Er öffnete vorsichtig eine Tür, dann stieg er auf eine Matratze. „Saskia! Saskia! Bitte wach..." „Was ist los, Bab...", abrupt wurde ihre Stimme unterbrochen. „Meine Maus ist dran, sie würde dich gerne sprechen." Maya wartete gespannt auf die Erklärung ihrer bisherigen Freundin, doch blieb es still in der Leitung. Einzig ein verhaltenes Rauschen war im ...
... Hintergrund zu hören. Offensichtlich wurde das Mikrofon ausgeschaltet. Kurze Zeit später wurde das Gespräch ganz beendet. „Bab...", wiederholte sie das Wort von Saskia. Man brauchte nicht viel Grips im Kopf, um es zu vervollständigen. Maya senkte das Handy ab, blickte auf dessen Anzeige, dann starrte sie auf den Steinboden des Eingangsbereichs. Sie würde niemals wieder dieses Haus betreten! Sie dachte in diesem Moment an Rosa und Marlene, während Klaus nur eine Sekunde in ihren Gedanken präsent war. Sie ging den Weg zum Gartentor, trat hindurch, schloss es sorgsam hinter sich und nahm die Straße. Eine Dreiviertelstunde würde sie brauchen, bis sie zu Hause war. Ihr Mobiltelefon in der Tasche summte wie verrückt, doch ging sie nicht mehr ran. Saskia hatte eine Affäre mit ihrem Freund! Wie lange schon, das wagte sie nicht einmal zu durchdenken. Günter, Lars, vor allem aber Sandra. Die Henschels würden ihr fehlen. Beim Gedanken an Wilma brachen sich ihre Gefühle dann vollends Raum. „Du beschissenes Schwein!", flüsterte sie im nächsten Augenblick und wischte sich mit ihrem Unterarm die Augen trocken. Zuhause Maya konnte sehr leise sein, wenn sie es darauf anlegte. Wahrscheinlich gab es auch hierfür ein Supersoldaten-Gen in ihrem Körper. Wieder ballte sie ihre Fäuste. Wie konnte es sein, dass sie so vieles konnte, wozu kein anderer Mensch in der Lage war, und dennoch nicht glücklich sein durfte? Oder sorgenfrei? Wie konnte es sein, dass sie mittlerweile ohne das ...