1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... klang locker und freundlich, während eine Art von Wut in ihr aufstieg, die sie so vorher noch nie empfunden hatte.
    
    „Wenn ich danach wieder pennen kann, gerne. Sorry Schatz, ich bin echt im Arsch."
    
    „Du, ich mache schnell. Tut mir leid." Sie musste sich erst sammeln, hob ihre rechte Faust an ihren Mund und biss in deren Fingerknöchel. Sie hätte laut schreien können in diesem Moment.
    
    „Und?", hörte sie ihn ungeduldig werden.
    
    „Wie gehst du mit jemandem um, der wichtig für dich ist, aber dich anlügt?" Stille! In diesem Moment hörte sie ihn nicht einmal mehr atmen.
    
    „Wäre Scheiße. Warum hat er denn gelogen?", seine Stimme klang wieder selbstbewusst. Von seiner Müdigkeit schien auf einmal nichts mehr übrig geblieben zu sein.
    
    „Würde ich auch gerne wissen. Bisher haben wir uns Bombe verstanden." Maya blieb äußerlich gefasst, während es sie in ihrem Inneren förmlich zerriss.
    
    „Hast du ihn darauf angesprochen?", fragte er weiter.
    
    „Ja, schon. Aber warum glaubst du, es könnte ein er sein?"
    
    Stille! Er schien jetzt zu ahnen, wen sie meinen könnte.
    
    „Keine Ahnung. Vielleicht mein Weltbild? Aber du hast recht, auch die Mädels können lügen, teilweise besser als wir Kerle. Hast recht!"
    
    Maya staunte. Wie schnell sich Sascha fing und die Kurve bekam. Sie kam sich jetzt zusätzlich noch von ihm verhöhnt vor. „Tust du mir morgen einen Gefallen?", fragte sie ihn.
    
    „Klar! Jederzeit." In seiner Stimme klang Erleichterung mit.
    
    „Bringst du morgen den Autoschlüssel bei ...
    ... meinen Eltern vorbei?"
    
    Sascha stieg wieder aus dem Bett heraus, öffnete eine Tür, dann hörte sie, wie er einen kurzen Gang herunterlief. Hätte sie jetzt noch den kleinsten Zweifel gehabt, wäre dieser zerstreut gewesen. Die Räumlichkeiten, in denen er sich bewegte, waren viel enger bemessen als bei ihm zu Hause.
    
    „Warum denn? Brauchen sie ihn?"
    
    „Nein. Aber sie können ihn jetzt dem Händler zurückgeben, finde ich. Brauchen ihn künftig nicht mehr."
    
    „Maya! Was ist los? Erkläre es mir bitte."
    
    „Muss ich das wirklich? Oder willst du mich weiter zur Idiotin machen? Schlimm, für wie blöde du mich hältst. Das ist mal heftig." Sie ballte ihre linke Faust. „Na ja. Schlaf gut! Und bring mit dem Auto auch meine Sachen vorbei! Wäre super lieb. Dann machen wir einen sauberen Schnitt und du kannst das Mädel weiterbumsen und jede andere, die dir gefällt." Für ihre nächsten Worte brauchte sie Überwindung. „Ist es Saskia? Dann bestell ihr einen schönen Gruß! Hab ja jetzt vier Wochen Zeit, mir eine andere Bleibe in Köln zu suchen. Passt also gut!"
    
    Sascha schien jetzt panisch zu werden. „Warte! Bitte leg nicht auf! Lass uns reden, okay?"
    
    „Worüber?" Mayas Stimme klang gelassen und kontrolliert. Sie war selbst erstaunt. Dabei traten Tränen aus ihren Augen und ihr Herz schlug wie verrückt.
    
    „Ich habe bei Saskia übernachtet, das stimmt. Aber wenn ich dir das gesagt hätte, wie hättest du reagiert? Doch genauso, oder etwa nicht? Du wärst vor Eifersucht völlig ausgerastet."
    
    Maya ...
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