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Quarantäne in Kapstadt
Datum: 17.04.2020, Kategorien: 1 auf 1,
... und treffe auf die beiden Frauen. Den Möglichkeiten entsprechend haben sie sich wirklich herausgeputzt. Beide sind geschminkt, soweit ich das im Halbdunkeln sehen kann. Beatrice hat einen langen, weißen Faltenrock an und ein einfaches, dunkles Oberteil, das aber die Umrisse ihrer Brustwarzen dezent weitergibt. Marie hat ein unheimlich enges Minikleid an, schulterfrei, kniefrei und unterwäschefrei (denn da ist kein Platz mehr für Slip oder BH). Ich mache alle Gläser voll und wir stoßen an. Schon nach dem ersten Schluck ziehen die Rhythmen die beiden wie Magnete auf die "Tanzfläche". Mit kleinen Schritten und zurückhaltenden Bewegungen lassen sie sich von der Musik entführen. Ich bleibe noch an der "Bar" und nippe immer wieder am Likör. Ich weiß nicht warum, aber die Tatsache, dass sie barfuß sind, macht ihre Tänze noch anziehender. Schließlich, als Marie mich mit ihrem Finger ruft, geselle ich mich zu ihnen. Wir versinken in unserer kleinen, abgeschotteten Welt, in der wir zumindest vorübergehend glücklich sind. Die Musik der 80er mag ich auch, doch habe ich noch nie einen ganzen Abend ausschließlich dazu getanzt. Eine ganz neue Erfahrung. Ab und zu legen sie andere Platten auf, freuen sich über lang nicht mehr gehörte Klassiker und zeigen, wie ausgelassen, locker, aber auch kultiviert Frauen über 40 feiern können. Ungefähr eine Stunde lang hat die Freude an der Musik den Vorrang. Ihre Tänze sind einfach, aber sexy. Die Hüften schwingen, der Po kreiselt. Die Haare ...
... werden hin und her geworfen, es wird zwischendurch ein Schluck getrunken. Dann... beginnt der Alkohol zu wirken. Langsam werden die Tanzschritte sinnlicher, Nähe wird gesucht und auch gefunden. Es wird verstohlen angefasst und kurz gestreichelt, sanft und dezent. Bald folgen leichte Umarmungen, ich werde abwechselnd von Beatrice und Marie angetanzt. Der Po wird mir zugeschoben, die Arme nach oben gestreckt und der Körper geschlängelt. Ich fühle mich wie in meinen Teenagerjahren in der Disco. Es ist so spannend mit den beiden im Halbdunkeln zu tanzen, trotz der Tatsache, dass ich während den letzten Tagen oft das Vergnügen mit ihnen gehabt habe. Auf die ersten Küsse müssen wir auch nicht mehr warten. Mal die eine, dann die andere. Schon wieder ein Hauch von Wettkampf. Ich nutze die Situation schamlos aus, fasse alles an, umarme und lasse sie meine erwachende Männlichkeit spüren. Ich weiß gar nicht mehr, wessen Speichel ich auf meinen Lippen habe. Ich schmecke lieblichen Weißwein und süßen Baileys. Zeitweise verirre ich mich im Dschungel der streichelnden Hände und umschlingenden Zungen. Sie wechseln sich bei mir ab, als wäre es eine einstudierte Choreografie. Zu gern würde ich wissen, was die eine macht, wenn ich gerade mit der anderen knutsche. Doch es ist mittlerweile zu dunkel, um Dinge klar zu erkennen (jemand hat die meisten Lampen ausgeschaltet). Nach einiger Zeit mache ich sogar meine Augen zu, unterscheiden kann ich sie auch blind. Bei Beatrice muss ich meinen ...