1. Quarantäne in Kapstadt


    Datum: 17.04.2020, Kategorien: 1 auf 1,

    ... heutigen Abend und den letzten Tagen brauche ich einen immer größeren Kick, um zu kommen. Diese Tatsache macht mich wütend, was ich sofort an Marie auslasse. Die Arme, so kraftlos wie ein Waschlappen lässt sie sich durchvögeln. Sie ergibt sich ihrem Schicksal, das übrigens gar nicht so schlimm scheint, denn ein tiefes, ekstatisches Brummen ertönt aus ihrem Mund. Vielleicht habe ich sie auch bereits um den Verstand gefickt und sie ist in eine Geistesabwesenheit gestürzt. Wie auch immer, mit viel Investition meines Kopfkinos (in dem vermehrt Beatrice die Hauptrolle zuteilwird) erreiche ich einen erleichternden, aber fast schon schmerzhaften Höhepunkt. Ich bin zwar nicht sonderlich müde, aber mein Instrument fühlt sich vollkommen zerstört an -- genauso wie Marie.
    
    Ich trage sie in ihr Zimmer und lege sie ins Bett. Noch bevor ich sie ganz zudecke, schläft sie schon. Mir ergeht es ähnlich.
    
    *~*~*~*
    
    Es ist bereits später Vormittag, als ich aufwache. Ich gehe aus dem Zimmer und spitze die Ohren. Im Haus ist es ganz still, daher schleiche ich mich leise ins Badezimmer und lasse die Wanne voll. Im Wasser merke ich, wie überbeansprucht sich mein bestes Stück anfühlt, als hätte es einen Schleudergang in der Waschmaschine hinter sich. Ich versuche mich zu entspannen, Kraft zu sammeln und döse einfach vor mich hin.
    
    Nach einiger Zeit öffnet sich die Tür. Es ist Marie.
    
    "Ich habe schon seit langem nicht so tief geschlafen", freut sie sich. "Dein Trick scheint gewirkt zu haben. ...
    ... Aber das Sitzen ist ziemlich unangenehm."
    
    "Das kann ich gut verstehen", nicke ich.
    
    "Ach, bist du auch... platt da unten? Vielleicht sollten wir eine Pause einlegen."
    
    Ich bin zwar überrascht, nach den letzten Tagen so etwas aus ihrem Mund zu hören, aber ich nehme ihren Vorschlag dankend an. Im nächsten Moment platzt Beatrice herein. Die letzten zwei Sätze hat sie gehört und grinst uns an. Dann setzt sie sich ungeniert aufs Klo und verrichtet ihr kleines Geschäft, während Marie und ich so überrascht von ihrer Freizügigkeit sind, dass wir sie anstarren wie kleine Kinder.
    
    "Ihr braucht also eine Verschnaufpause?", piepst sie hochnäsig. "Na, das kann ich verstehen."
    
    Es ist ihr anzusehen, dass sie uns innerlich auslacht, trotzdem macht sie bei diesem sexuellen Waffenstillstand mit. Zum ersten Mal nach zwei Tagen ziehen wir uns alle vollständig an.
    
    Der Tag vergeht entspannt. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir alle drei ein Nickerchen, gefolgt von einer weiteren Mahlzeit, die sich in einer lockeren Diskussion über das Meer, das Segeln, Gott und die Welt auflöst. Wir erzählen einander unsere schönsten Abenteuer und intensivsten Erlebnisse. So durcherotisiert die letzten Tage gewesen sind, so frei von aller Sexualität vergehen die Stunden. Es fallen keine anzüglichen Blicke, es wird nicht berührt, nur geredet und geplappert. Am Endes des Tages bekommt sogar der Fernseher wieder eine Rolle, denn wir sehen uns eine moderne Oper an. Danach gehen wir alle schlafen. ...
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