1. Quarantäne in Kapstadt


    Datum: 17.04.2020, Kategorien: 1 auf 1,

    ... mir bei. Zu sehr muss ich aufpassen, dass sie mit dem Steuerknüppel in ihrer Vagina kein gefährliches Manöver macht, das uns zum Absturz bringt, oder andere Dinge da unten zerquetscht.
    
    Während ich mir um mein körperliches Wohl Sorgen mache, kommt sie. Eine angenehme Überraschung, die mich zufrieden stellt. Danach sitzt sie noch eine Minute auf meinem Sattel, um anschließend abzusteigen. Ich ergreife die Chance und ziehe mich zurück.
    
    Nach einem trägen Frühstück und vielen Kapiteln in einem Buch über Abenteuer in der Wildnis schlendere ich ziellos im Haus herum, obwohl ziellos nicht das richtige Wort ist. Ich versuche auch etwas Marie aus dem Weg zu gehen. Daher steige ich zum wiederholten Male auf die Dachterrasse und stelle fest, dass die Aussicht nicht besser ist als anderswo im Haus. So entscheide ich mich für weitere Seiten der Abenteuergeschichte, als sich die Tür von Beatrices Zimmer öffnet, genau in dem Moment, als ich vor dieser vorbeigehen will. Ich bleibe vor Schreck stehen und es hat ganz den Anschein, als wäre ich die ganze Zeit vor ihrer Tür gestanden. Doch genauso gut kann es den Anschein haben, als hätte sie die ganze Zeit gehorcht, ob ich vorbeikomme. So geraten wir beide in Verlegenheit.
    
    "Ich... ich bin nur gerade vorbeigekommen... Also", stottere ich los. "Na ja, es ist nicht viel los, also laufe ich kreuz und quer durchs Haus. Was machst du so?"
    
    Beatrice lacht auf: "Ich öffne Türen."
    
    Ihre Antwort bringt mich auch zum Lachen.
    
    "Wie geht ...
    ... es dir?", frage ich mit ehrlicher Neugier.
    
    Sie holt tief Luft.
    
    "Komm rein!"
    
    Sie geht zum Fenster und sieht hinaus in die Ferne. Die Aussicht ist einfach nur fesselnd, wir alle drei sind dauernd damit beschäftigt hinauszublicken. Es hilft einem, seine Gedanken zu sammeln, zu ordnen und zu neuen Entschlüssen zu kommen.
    
    "Ich wusste, dass sich mein Leben ändern wird. Aber auf so etwas kann man nicht vorbereitet sein. Da kam der Abgrund ganz plötzlich und schon war ich tief drin. Aber... ich habe jetzt eine neue Chance erhalten, die will ich nutzen."
    
    Sie hält inne und schüttelt ihren Kopf.
    
    "Dass Marie sofort herfliegt, war zu erwarten. Aber du? Ich muss zugeben, die letzten Monate warst du mir am nächsten -- körperlich zumindest. Ich hätte nicht gedacht, dass... was da auch immer zwischen uns war, so stark ist, dass du so etwas für mich machst. Besonders in diesen Corona-Zeiten."
    
    "Es war und ist eine Mischung aus Respekt und Bewunderung, die mich herkommen ließ."
    
    Beatrice schenkt mir einen langen, prüfenden, ja sogar skeptischen Blick, dann wendet sie sich wieder dem Ozean zu.
    
    "Weißt du, ich war mir oft gar nicht sicher, ob ich für dich eine Geliebte bin, die du in gewisser Weise auch liebst, oder nur ein Sex-Püppchen."
    
    Ohne sich mir zuzuwenden, schielt sie zur Seite. Auf den vorigen Satz erwartet sie also eine Antwort.
    
    "Ich schätze, beides trifft zu."
    
    Beatrice lacht zynisch auf: "Ja klar, wahrscheinlich würden viele Frauen liebend gern deine ...
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