1. Gegen alle Widerstände


    Datum: 29.11.2020, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... das wird auch so bleiben."
    
    Silke seufzte, dann schaute sie ihn entschlossen an.
    
    "Und nun ab ins Bad, ich muss mich wieder auf Vordermann bringen . . . und dich auch", meinte sie.
    
    "Ach, du willst was von mir sehen und nicht die Katze im Sack kaufen?" grinste Gregor.
    
    "Nein, nein, oder doch. Du hast ja schon einiges von mir gesehen und geschmeckt und jetzt bin ich wohl an der Reihe. Gleiches Recht für alle!"
    
    "Wie? Das Schmecken auch?" fragte Gregor und gab sich große Mühe nicht zu grinsen.
    
    Silke wurde puterrot.
    
    "Äh, äh . . . Mensch Greg, mach mich doch nicht so verlegen. Ich . . . ich . . "
    
    Gregor nahm Silke in den Arm und schaute sie an.
    
    "Schatz, das ist alleine deine Sache, wie weit du gehen willst. Ich werde dich zu nichts zwingen und dich nicht drängen. Du entscheidest und ich werde es akzeptieren, okay?"
    
    Silke atmete tief durch.
    
    "Okay und jetzt ab ins Bad! Äh, du musst mir zeigen wo es lang geht."
    
    * * *
    
    Gregor nahm ihre Hand und zog sie hinter sich her durchs halbe Haus, bis sie das Bad erreichten.
    
    "Uiih, ist das schön hier und so schön groß!" staunte Silke.
    
    Eine große Wanne, eine geräumige Duschkabine und zwei Waschbecken brauchten doch schon etwas Platz.
    
    Indirektes Licht ließ die eierschalenfarbigen Kacheln hell aufleuchten und ein breites dunkelblaues Band mit goldenen Applikationen an den Wandfließen gab dem Ganzen ein leicht nobles Ambiente.
    
    "Ja, mein Schatz, das ist der Luxus, den ich mir erlaube. Wenn ich den ...
    ... ganzen Tag im Atelier war und nach Farbe und Lösungsmitteln stinke, komme ich hierher um zu regenerieren und mich zu entspannen. Danach bin ich ein anderer Mensch."
    
    "Ach, Gregor, das möchte ich auch mal haben. Wenn ich von der Arbeit heimkomme, dann heißt es kochen, aufräumen, die Aufgaben der Mädels nachschauen. Nach der Nachtschicht verpenne ich den halben Tag und nach der Frühschicht will ich noch etwas mit den Kindern unternehmen, aber dann bin ich meist so kaputt, dass es nicht für viel reicht."
    
    "Dann lass dich mal ein wenig verwöhnen, mein Schatz", meinte Gregor. Er ging zu einer Türe an der anderen Wand, öffnete sie und klappte eine Liege auf.
    
    "Leg dich mal hin und dann werde ich dich ein wenig massieren. Danach wirst du dich gleich ganz anders fühlen." Silke schaute ihn ein wenig zweifelnd an.
    
    "Was hast du mit mir vor?"
    
    "Lass dich überraschen. Darf ich dir beim Entkleiden helfen?"
    
    Silke breitete theatralisch ihre Arme aus und Gregor lachte.
    
    "Bleib einfach ganz normal stehen, mein Engel, und nicht wegfliegen bitte. Den Rest mache ich."
    
    Er stellte sich vor sie hin, nahm ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie zärtlich auf den Mund.
    
    "Das sind meine Finger,
    
    die machen schlimme Dinger,
    
    darf ich auf mehr hoffen,
    
    der letzte Knopf ist offen."
    
    Silke war baff, denn sie hatte überhaupt nicht gemerkt, dass sich Gregor an ihrer Bluse zu schaffen gemacht hatte und sämtliche Knöpfe geöffnet hatte. Mit einer sanften Bewegung zog er sie über ihre ...
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