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Kumiho Na-Ri 01
Datum: 31.12.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... zurückgekommen, als die Gefahr vorbei war. Nun mussten sie zur Strafe für ihre feige Flucht den stinkenden Kadaver der Dämonin begraben. Die gefallenen Samurai würden jetzt vor Ort verbrannt, damit ihre Geister nicht die Überlebenden heimsuchten. Alles in allem hatte Yoshimoto glück gehabt, so glimpflich davon gekommen zu sein. Und nun hatte er sogar sein Pferd wieder gefunden. Obwohl, wenn er an seinen wunden Hintern dachte, war das kein wirkliches Glück. Langsam ging er zum Lagerplatz zurück. Es drängte ihn nichts, sich zu beeilen. Hoffentlich war die Dämonin schön tief vergraben, wenn er zurückkam. Das war es ihm sogar wert, das Abendessen zu versäumen. Taka stand grübelnd vor dem Bestattungsfeuer. Fünf Mann hatte er verloren, einer war schwer verletzt, konnte seinen linken Arm nicht mehr heben. Damit war er praktisch kampfunfähig, selbst als Rechtshänder. Er brauchte dringend Verstärkung. 40 Mann würde auf der Brücke auf ihn warten, doch die war beinahe zwei Tagesreisen entfernt, mit der Sänfte. Beritten war es in der Hälfte der Zeit zu schaffen. Er konnte nicht hierbleiben. Selbst wenn der Flüchtige tatsächlich kein Interesse an einer weiteren Begegnung mit Taka hatte, es mochten andere koreanische Soldaten hier auftauchen. Also blieb nur unverzüglicher Aufbruch bei Sonnenaufgang. Aber es war eine gute Idee, die Verstärkung entgegenkommen zu lassen. Doch er konnte niemanden von seinen Männern entbehren. Und ob der Verletzte reiten konnte, müsste sich ...
... erst zeigen. Außerdem fehlten ihnen Pferde. Im Moment besaßen sie nur zwei. Ein freudiges Wiehern schreckte ihn auf. Ihre Pferde hatten Witterung eines Freundes aufgenommen. Der Dolmetscher war zurück. Er hatte es tatsächlich geschafft, sein Pferd wieder einzufangen. Taka begann zu lächeln. Den Dolmetscher konnte er entbehren. * * * De-Yongs Bewusstlosigkeit hielt nicht lange an. Der Geruch von Feuer und lecker duftenden Essen weckten ihn. Einen Moment lang verwirrt blickte er sich um, bis die Erinnerung zurückkam. Er erkannte die beiden Soldaten am Feuer wieder. Cha-He bekam mit, dass De-Yong seine Augen aufgeschlagen hatte. „Oh, Leutnant, ihr seid wieder wach! Möchtet ihr etwas essen? Es ist gerade fertig. Ihr hattet uns ja eure Erlaubnis gegeben, uns zu bedienen. Und wir hatten seit drei Tagen nichts mehr." Schwach nickte De-Yong. „Schon in Ordnung. Es spielt eh keine Rolle mehr. Wenn der Krieg vorbei ist, werde ich in mein Dorf zurückkehren. Das ist nicht weit von hier. Die Vorräte können wir uns teilen." Cha-He brachte ihm eine Schale lecker duftetenden Reis. „Ihr habt so viele Kräuter dabei, als wärt ihr ein reisender Kräuterhändler. Allerdings passt eure Waffensammlung nicht dazu!" Seine Stimme verriet Neugier. De-Yong seufzte. „Ist gut. Ich werde euch alles erzählen. Nach dem Essen. Und ihr habt nicht zufällig was zu trinken dabei, ich meine kein Wasser?" Die beiden Soldaten sahen sich grinsend an. „Also, Herr ...