-
Römische Fesseln 01
Datum: 13.04.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... ihrer ersten Auktion den Kick ihres Lebens verspürten. Passierte mir das gerade ebenfalls? Ich hatte selbstverständlich Angst vor dem, was passierte. Wer hätte das nicht? Doch es war auch das Aufregendste, was ich jemals erlebt hatte. Selbst aufregender als mein 'Slave Grading' bei einer illegalen Schwarzmarkt-Musterung. Wir drei hatten Gerüchte gehört, was dabei alles 'schief gehen' konnte und wollten es natürlich gleich selbst ausprobieren. Doch im Gegenzug zu damals verstand ich einfach nicht, wie ich heute in diese Situation geraten konnten. Noch vor wenigen Minuten war noch alles in Ordnung gewesen und nun schossen mir all die 'Slave-Positions' durch den Kopf, die ich vor langer Zeit in Leni's Zimmer studiert hatte. Ein warmes Kribbeln machte sich dabei wieder zwischen meinen Beinen breit. Eine große Gestalt trat nach vorn und warf ihren Schatten über mein Gesicht. Die Sonne stand direkt dahinter, wodurch ich erst an der Stimme erkannte, dass es sich dabei um unseren Führer handelte. Er bellte meinem Peiniger geradezu an und rasselte dabei mit der Kette in seiner Hand. Deren Anfang war nun so kurz, sodass er sich nur wenige Handbreiten von meinem Gesicht entfernt befand. Die Muskeln seiner Finger zeichneten sich deutlich unter der Haut ab und die Art, wie seine Hand dabei die Kette umschlang ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er sie festhalten würde. Seine andere Hand umschlang Leni in fast freundschaftlicher Art und Weise, was diese tief in der ...
... schwabbeligen Masse verschwinden ließ und, als war es das Natürlichste auf der Welt, liebkoste ihre Brust. Wegen der Sonne konnte ich das jedoch nicht erkennen. Ebenso wenig, das herablassende Lächeln oder wie er meinen Peiniger entschuldigend zunickte. Ich sah nur, dass ich heute nicht in einem Käfig landen würde und spürte bei seinem Anblick einen Stein von mir fallen. Wäre es möglich gewesen, ich hätte mich ihm an den Hals geworfen. Langsam kamen Nette und ich auf wackeligen Beinen hoch und suchten Schutz im Schatten unseres Retters, was von Leni nur mit einem Kichern kommentiert wurde. Ihr Blick glitt die Kette entlang zu der Hand, welche diese fest umschlungen hielt. Sie machte jedoch keine Anstalten diese wieder an sich zu nehmen. Und so trotteten wir weiter unserem Führer hinterher und traten schließlich aus der Menschenmenge heraus. Die ruhige Art, mit der er währenddessen sein Programm weiter runter spulte und damit das gerade Geschehene ignoriert, hätte mich eigentlich wütend machen müssen. Normalerweise wäre ich bereits explodiert und hätte nach der Polizei geschrien. Stattdessen blieb ich stumm. Denn so sehr ich mich über meine Rettung freute, spürte ich doch ebenfalls einen kleinen Funken von Enttäuschung darüber, nicht dieses Abenteuer zu erleben. Diese beiden Gefühle waren ganz schön verwirrend. Ich war deshalb dankbar, dass es einfach weiter ging und ich meinen eigenen Gedanken nachhängen konnte. Niemand schien sich an uns zu wagen, solange der Italiener unsere Kette ...