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Lila 08
Datum: 13.07.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Hand und zog sie wieder hoch: "Ich bin nicht dein Herr, Ora." stellte er fest. Sie umarmte ihn und es schien als wolle sie ihn nicht loslassen. Erst als Staro ihr etwas ins Ohr flüsterte, ließ sie von ihm ab und lief davon. Nun war es an Lila, Abschied von ihrer Familie zu nehmen, sie umarmte jeden lang und fest, und bei allen - selbst bei ihrem Vater - flossen reichlich Tränen. Als letztes stand sie vor Ora, die plötzlich ein hastig verpacktes Paket hinter sich hervorzog und es Lila reichte. Lila öffnete es - es war ein gestricktes Kleid aus feinster, weicher Unterwolle, wie Lila es immer getragen hatte. "Ich hatte begonnen, es für mich zu stricken, aber in den nächsten paar Wochen brauche ich wohl kein so schönes Kleid. Es ist noch nicht ganz fertig - mir reicht es gerade mal bis zu den Knien, aber vielleicht passt das sowieso besser zu einer Sklavin. Ich habe übrigens Staro gefragt, er hat nichts dagegen, dass du es trägst." Lila lächelte, zog schnell das Kleid über, drückte ihre Schwester fest an sich und sprach: "Danke, meine liebe, gute Ora. Ich wünsche dir, dass du deinen Weg im Leben findest und so glücklich wirst, wie ich es im Moment bin. Sei fügsam und fleißig in den nächsten Wochen, Geron scheint mir ein strenger Herr zu sein. Dann überlege gut, und triff deine Entscheidung. Ich jedenfalls glaube, dass EINE Sklavin in unserer Familie genug ist." Alle die ihr zugehört hatten lachten, immer noch mit Tränen in den Augen. Staro fragte sie: "Bist du bereit, kleine Lila?" Als sie nickte, hob er sie auf, trug sie zum Gleiter und steckte sie in den Fellsack, der noch nach Ora roch. Als er sie verschnürt und die Kapuze fest zugezogen hatte, küsste er sie auf die Stirn: "Guten Flug, meine geliebte Lila!" "Guten Flug, mein geliebter Herr!" hauchte sie zurück.