-
Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... hatte er auch als Schütze etwas vor ihr Angst. Die ersten Tropfen kamen herunter. Schnell suchten die Männer Zuflucht unter dem Karren. Besonders das Pulver musste unbedingt trocken bleiben, hatte der Japaner eingeschärft. Bei Regen konnte die Arkebuse nicht erfolgreich abgefeuert werden. Ein Nachteil gegenüber Pfeil und Bogen. Eng zusammengedrängt unter dem Karren warteten sie das Unwetter ab. „Nun, Yoshimoto, du hast Wort gehalten. Trotzdem warne ich dich: Solltet du uns verraten, werde ich dir eine Klinge in den Leib stoßen, selbst wenn es das Letzte wäre, was ich in meinem Leben tun könnte!", sagte Cha-He. „Dann hört endlich auf mich Yoshimoto oder Japaner zu nennen. Laut meinen Papieren bin ich nun Yin Jae und Koreaner!" „Deine Aussprache wird dich verraten, sobald du den Mund aufmachst.", warf Ju-Won ein. „Dann werde ich als Stummer gehen müssen!" „Ja, das ist gut!", bestätigte Cha-He. „Also, unser neuer, stummer Freund: Chukbae!" Cha-He trank einen Schluck Reiswein und reichte ihn Yoshimoto. Einen Moment lang zögerte er, dann erwiderte Yoshimoto den Trinkgruß und trank ebenfalls. Anschließend reichte er die Flasche an Ju-Won weiter. Der sah ihn finster an. Unerwartet schlug er Yoshimoto gegen die Schulter. „Du bist stumm, vergessen? So, nun sind wir quitt, deine Schulter schmerzt jetzt auch!", erklärte er grinsend, während Yoshimoto sich die schmerzende Schulter rieb. Dann hob er die Flasche. „Chukbae, Yin Jae!" * * ...
... * Kazuki hatte sich vom Schock des Vortages wieder erholt. Nun, der Kopf war nicht mehr in seiner Obhut, allerdings hätte es schlimmer kommen können. Hätte Taka den Kopf in seinem Besitz, wäre das deutlich schlimmer. Sie saßen fest. Noch immer hatte der General nicht entschieden, wann sie weiter ziehen durften. Letztlich war ihre Mission ja auch erfüllt, Eile war nicht mehr von Nöten. Nun hatten militärische Überlegungen Vorrang. Als Priester hatte Kazuki einige Vorrechte. Während Taka für einen Besuch des Hauses erst eine Audienz beim General erbeten musste, konnte Kazuki relativ ungehindert ein und ausgehen. Zwar kam auch er nicht einfach in die Nähe des Generals, doch das war auch nicht sein Ziel. Er wollte die Miko aufsuchen, dazu bedurfte er nur ihrer Einladung. Und die bekam er auch prompt, als er schriftlich darum bat. Natürlich, würde ihm so ein Dämonenkopf zur Verantwortung übergeben, würde auch er neugierig auf denjenigen sein, der den Dämon überwältigt hatte. Nach passieren der Posten führte ihn eine Hausangestellte zum Hausschrein und den Räumlichkeiten der Miko. Als er die Tür erreichte, schlüpfte gerade eine Frau aus dem Raum. Sie war jung und wunderschön, außerdem trug sie das Gewand einer Unterhaltungskünstlerin. Verwundert sah Kazuki ihr hinterher. Ein Räuspern ließ ihn wieder zur Tür schauen. „Ehrenwerter Ichimaru, ich bin geehrt euch begrüßen zu dürfen! Kommt doch herein!" Kazuki nickte und betrat die Räumlichkeiten der Miko. Wenn ...