1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... er sich nicht sehr irrte, roch es nach Lust im Raum.
    
    Das war interessant zu wissen, jedoch nichts Ungewöhnliches. Schreindienerinnen waren häufig Frauen zugewandt.
    
    Der Beginn des Gesprächs war der übliche Austausch von Höflichkeiten. Er plauderte ein wenig aus seinem Leben als Dämonenjäger. Als der Tee fertig zubereitet war, kamen sie endlich zum Kern des Gespräches.
    
    „Ehrenwerter Ichimaru, natürlich kann ich mir vorstellen, dass ihr besorgt seid, dass euer so mühsam eroberter Kopf auch sicher untergebracht ist. Daher wunderte mich eure Bitte um eine Einladung nicht. Jedoch muss ich gestehen, auch ich bin neugierig, und würde mich freuen, von euch lernen zu können, damit ich der Verantwortung gerecht werde, den Kopf zu schützen."
    
    Kazuki neigte kurz seinen Kopf, zum Dank für das Kompliment.
    
    „Dame Akera, wie kann ich euch erleuchten?"
    
    „Wie ist es euch gelungen, diesen Dämonen zu bannen?"
    
    Die Frage war nicht schwer zu beantworten. Kazuki war sich sicher, dass die Miko die Antwort längst kannte. Sie redete um den heißen Brei herum, um ihre eigentliche Frage irgendwo nebenbei einfließen zu lassen.
    
    „Nun, der Bericht ist euch ja zu Ohren gekommen. Ich lähmte sie mit einem Schuss aus einer Arkebuse!"
    
    „Aber sicher, doch wie?"
    
    „Nun, ich kerbte die Kugel ein, und füllte die Kerbe mit einer Paste aus Dämonenkraut. Doch ich bin sicher, diese Methode der Dämonenbannung ist auch euch, Dame Akera, wohl bekannt."
    
    Langsam nickte die Miko.
    
    „Ich verwende es ...
    ... selbst, wie ihr sicherlich bemerkt habt. Möchtet ihr noch ein wenig Tee?"
    
    Kazuki verneinte.
    
    „Es ist schwer, frischen Tee zu erhalten.", wechselte sie scheinbar das Thema.
    
    „Auf dem Markt habe ich schon lange keinen mehr erhalten. Und der General könnte besorgt über den Mangel sein."
    
    Langsam verstand Kazuki, worauf die Miko hinaus wollte.
    
    „Nun, es wäre möglich, dass ich noch eine Quelle für Tee habe. Ich werde mich umhören, wenn das den General erfreuen würde!"
    
    Teiko verbeugte sich tief, zum Zeichen ihrer Dankbarkeit.
    
    Auch Kazuki verneigte sich, wenn auch längst nicht so tief.
    
    Sein freundliches Lächeln war echt, denn er hatte gerade herausgefunden, wie er Taka ausbooten konnte.
    
    * * *
    
    Taka saß missgelaunt in einem Teehaus, zusammen mit anderen Offizieren, welche gerade so wie er festsaßen oder frei hatten.
    
    Zweifellos würde der General ihm erlauben, in die Hauptstadt zu ziehen, jedoch ohne den Kopf. Den würde er selbst übergeben.
    
    Ein weiterer Offizier betrat die Schankstube und wurde von seinen Kameraden freudig begrüßt. Taka goss sich noch ein wenig Reiswein ein. Gerade als er trinken wollte, hörte er etwas, was ihn innehalten ließ.
    
    „Ja, die Gerüchte stimmen. Die Armee zieht weiter hier her. Es geht bald weiter in Richtung China! In fünf Tagen werden sie hier eintreffen. Wir müssen noch für mehr Vorräte sorgen!"
    
    „Was denn, der Markt ist leer. Ich habe alleine drei Mal vergeblich versucht, für die Miko Dämonenkraut zu bekommen. Es gibt ...
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