-
Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... nichts mehr. Und dabei würde es jetzt gerade dringend benötigt!" „Wozu dass denn?", mischte sich ein Dritter ein. Der Zweite senkte etwas seine Stimme, trotzdem verstand Taka am Nachbartisch, was er sagte. „Sie haben wohl einen Dämonen gefangen. Und ohne dieses Kraut besteht Gefahr, dass er entkommt!" „Oh!" „Aber es gibt welches auf dem Markt!", mischte sich ein anderer ein. „Gerade ist ein neuer Händler eingetroffen, welcher es verkauft!" „Dann solltest du es schnell kaufen und der Miko verkaufen. Du könntest einen guten Schnitt machen. Leider habe ich kein Geld dafür, denn das Kraut ist teuer!" Taka hatte genug gehört. Er trank schnell die Schale aus, stand auf und winkte einen seiner Leibwächter heran. „Du schickst einen Dolmetscher zu Markt, um Dämonenkraut zu kaufen. Aber Niemanden von uns, ich will damit nicht in Verbindung gebracht werden. Wenn möglich kauft gleich alles!", flüsterte er ihm zu. Der Mann nickte und entfernte sich. Taka bestellte einen weiteren Reiswein. Nun, wenn er etwas hatte, was der General benötigte, konnte er den verdammten Priester ausbooten. * * * Erfolgreiche Geschäfte Yun hatte das Gespräch zwischen der Miko und dem Priester belauscht. Das war leicht, denn die dünnen Wände behinderten ihr Gehör nur wenig, wenn sie im Nachbarzimmer saß. Genau dorthin war sie geschickt worden. Sie sollte sich vorbereiten und schön machen, um den General am Abend zu erfreuen. Doch was sie nun hörte, machte sie besorgt. ...
... Dämonenkraut war ihr natürlich nur allzu vertraut. Dass es selten und teuer war, lag nicht zuletzt daran, dass sie und ihre Schwestern es häufig genug vernichteten, wenn sie auf Bestände davon trafen. Allerdings züchteten nicht selten Tempel in geschützten Bereichen dieses Kraut. Wenn die Vorräte hier allerdings zuneige gingen, würde ihre Aufgabe möglicherweise erleichtert. Solange der Bann um Na-Ris Kopf lag, konnte sie sich nicht nähern, ohne dass ihre wahre Natur offenbart würde. Sie musste baldmöglichst diesen Menschen finden, mit dem sich ihre Schwester verbunden hatte. Er konnte problemlos in den Bannkreis, wo sie nicht hin konnte. Ein Besuch auf dem Markt, um Duftwässerchen zu kaufen, würde sich als Ausrede eignen. Sie würde gleich nach Mittag losziehen. * * * De-Yong war müde und missgelaunt. Er hatte die Nacht zusammengekauert auf der Straße verbringen müssen, weil absolut kein freies Quartier zu bekommen war. Immer wieder waren Samuraipatrouillen vorbei gekommen, und hatten ihn von einem Platz zum nächsten gescheucht. Gleich bei Tagesanbruch hatte er sich zum Marktplatz begeben. Zunächst hatte er geschaut, wie andere Händler ihre Waren präsentierten. Es gab immerhin einen weiteren Kräuterhändler. Dieser war beflissentlich sofort auf De-Yong zugegangen, um den vermeintlichen Kunden zu beraten. Als er jedoch begriff, dass De-Yong nicht kaufen, sondern ihm sogar Konkurrenz zu machen gedachte, verscheuchte er ihn von seinem Stand. Erst spät am Tag ...