1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... nicht den Tatsachen. Er besaß zwar Reserven, aber sicher nicht genug, um dem Bedürfnis des Haushalts des Generals zu genügen. Daher wollte er sich doch einmal auf dem Markt umsehen.
    
    So setzte er sich in die Sänfte und gab den entsprechenden Befehl.
    
    * * *
    
    Als Taka erfuhr, dass er überboten worden war, ließ er sich nichts anmerken. Niederlagen waren mit Fassung zu tragen.
    
    Eine Frau im Auftrag des Generals war ihm zuvorgekommen. Wenn der General eben zeitgleich mit ihm erfahren hatte, dass es wieder Dämonenkraut auf dem Markt gab, war das eben Pech.
    
    Natürlich half auch der Reiswein, die Emotionen etwas zu unterdrücken. Er stand auf und begann den Rückweg in seine Unterkunft.
    
    Mit Kräuterhändlern hatte er kein Glück.
    
    Wie angewurzelt blieb er stehen, so unvermittelt, dass seine Leibwachen hinter ihm beinahe ihn hineingerannt wären.
    
    Langsam drehte Taka seinen etwas gesenkten Kopf und blickte zu seinem ersten Mann.
    
    „Verständige alle Männer, wir gehen zum Markt! Wir riegeln ihn ab und umstellen ihn. Der gesuchte koreanische Offizier ist vermutlich dort!" * * *
    
    Yun hatte den Menschen gefunden, aber obwohl sie es ihrer Schwester versprochen hatte, ihm ihr zu überlassen, hätte sie ihm am liebsten gleich umgebracht. Er besaß tatsächlich die Dreistigkeit, ausgerechnet Dämonenkraut zu verkaufen!
    
    Immerhin schien er ehrlich zerknirscht zu sein.
    
    „Es tut mir leid, Dame Yun, aber ich wusste nicht, dass dies ein Problem darstellt. Mit Kräutern kenne ich mich ...
    ... nicht aus. Ich habe keine Ahnung von Kräutern und dem Handel damit, ich mache das nur, um nicht aufzufallen. Außerdem muss ich irgendwas verkaufen, weil ich Geld benötige."
    
    „Dann verkauf die anderen Kräuter, nicht das hier!", zischte Yun.
    
    „Und nenn mich Ahri, falls jemand zuhört. So nenne ich mich gerade."
    
    „Jawohl, Dame Ahri!"
    
    „Gut, wo das geklärt ist: Was hast du vorbereitet? Wie sieht der Fluchtplan aus?"
    
    „Ähm, Fluchtplan?"
    
    Yun verdrehte die Augen. Wie dumm war dieser Sterbliche? Wenn er nicht die Perle Na-Ris in sich gehabt hätte, wäre er ihre nächste Mahlzeit gewesen.
    
    „Wir rauben den Kopf, dann müssen wir fliehen, oder? Wo hast du dein Pferd versteckt, wie viele Helfer hast du? Auch ich kann mich nicht mit hunderten Samurai gleichzeitig anlegen."
    
    Verlegen kratzte sich De-Yong am Kopf.
    
    „Um ehrlich zu sein: So weit habe ich überhaupt noch nicht gedacht. Ich habe ja nicht einmal eine Ahnung, wo sich der Kopf im Moment befindet, und wie ich in dessen Nähe gelange. Außerdem hatte Na-Ri mir gesagt, dass du kommst. Daher nahm ich an, dass wir das dann gemeinsam besprechen. Und um konkret deine Frage zu beantworten: Ich habe zur Zeit keine Helfer und auch kein Pferd hier. Ich habe zwei Männer rekrutiert, welche in diesem Moment Na-Ris Körper in den Süden bringen."
    
    „Du hast bitte was?" Yun konnte es nicht fassen.
    
    „Zwei Menschen sollen den Körper meiner Schwester quer durch ein von Feinden besetztes Land schleppen? Und warum bitteschön? Wenn wir den ...
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