1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Kopf haben, ist es notwendig, Kopf und Körper schnellstmöglich wieder zusammenzusetzen. Danach brauchen wir niemanden mehr zu fürchten. Wenn Na-Ri und ich zusammen sind, nehmen wir es mit der ganzen japanischen Armee auf, das kannst du mir glauben!"
    
    Sie hatte sich in Zorn geredet und ihre Augen funkelten wieder bedrohlich.
    
    „Ich konnte den Körper nicht lassen wo er war, falls die Japaner beschlossen, ihn wieder auszugraben!", rechtfertigte sich De-Yong.
    
    „Und sie ziehen weiter nach Norden. Bald wird das ganze Land besetzt, und hier das Schlachtfeld sein. Im Süden ist es jetzt sicherer. Ich habe weitere Männer im Süden, welche uns helfen können. Dorthin wird der Körper gebracht."
    
    Mühsam brachte sich Yun unter Kontrolle. Er war nicht ganz so dumm wie eben noch gedacht, aber trotzdem dumm. Ein Sterblicher eben!
    
    „Zeig mir ein paar andere Kräuter!"
    
    „Wie bitte?" De-Yong begriff den Zusammenhang zum gegenwärtigen Thema nicht.
    
    „Wenn ich hier nur rumstehe, und keine Kräuter begutachte, werden die Leute neugierig, du Dummkopf!"
    
    Tief beleidigt sah De-Yong sich um. Leider hatte sie recht. Einige Leute starrten bereits her. Nun, sie war eine wunderschöne Frau, kein Wunder, dass sie Aufmerksamkeit auf sich zog. Zögernd kramte er in seinem Angebot und reichte Yun etwas.
    
    „Du hast wirklich keine Ahnung, oder? Was soll eine Dame wie ich mit Spitzwegerich anfangen?"
    
    „Es hilft bei Juckreiz und Wunden!", erklärte De-Yong, noch immer verstimmt.
    
    „Aber ich habe ...
    ... wirklich keine Ahnung, was wie viel kostet."
    
    „Spitzwegerich kostet fast gar nichts, weil der überall wächst. Aber er ist nützlich, keine Frage. Hast du Kurkuma?"
    
    „Ja, hier!"
    
    „Gut, das ist was Wert. Auch Ginseng?"
    
    „Nur sehr wenig!"
    
    „Kein Wunder. Es ist so teuer wie Dämonenkraut, weil ähnlich selten. Zeig mal."
    
    „Willst du mir etwa was abkaufen?" De-Yong war verblüfft.
    
    „Natürlich, du Dummerchen. Ich kann mich kaum lange Zeit auf dem Markt herumtreiben, ohne was zu kaufen."
    
    „Dann kauf mir das Dämonenkraut zum vereinbarten Preis ab!", antwortete De-Yong lauter als nötig, weil er verstimmt war.
    
    „Oh, ihr verkauft Dämonenkraut, habe ich das richtig gehört?", mischte sich ein Mann auf Japanisch in das Gespräch ein.
    
    Der Priester hatte sich unbemerkt genähert und trat nun neben Yun.
    
    „Kenn ich euch nicht? Wart ihr nicht vorhin bei der Miko Akera?"
    
    Yun verbeugte sich tief und trat zur Seite, um dem Ranghöheren Platz zu machen.
    
    „Ja, ehrenwerter Priester. Sie hat mich überprüft, ob ich geeignet bin, den Ansprüchen des Generals zu genügen!"
    
    Kazuki musterte sie eindringlich.
    
    „Nun, sie war sicher gründlich. Was macht ihr nun hier? Solltet ihr noch einmal versuchen, Dämonenkraut für die Miko zu erwerben, nachdem bisher nichts auf dem Markt zu bekommen war?"
    
    „Nein, ehrenwerter Priester. Ich wollte nur für mich einige Kräuter erwerben, bis ich erfuhr, dass der Händler welches führte."
    
    Kazuki griff nach dem Päckchen in De-Yongs Hand und roch daran, dann ...
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